Die Erde und die Vielfalt des Lebens

Welle an der Küste
Welle an der Küste
Foto: Naturefund

Die Erde ist geschätzte 4,5 bis 4,6 Milliarden Jahre alt. Die ältesten Spuren von lebenden Organismen sind jünger als 3,9 Milliarden Jahre. In dieser Zeit hat sich eine unvergleichliche Vielfalt entwickelt, die noch viele Geheimnisse bereithält.

Ein besonderer Planet

Die Erde ist einzigartig. 71 Prozent der Erdoberfläche sind mit Wasser bedeckt - der Grundlage des Lebens. Die Atmosphäre enthält zudem 21 Prozent Sauerstoff - ein Produkt biologischer Prozesse. Die Zusammensetzung von Wasser und Sauerstoff in einem solchen Verhältnis ist auch in den unendlichen Weiten des Universums eine Seltenheit; zumindest wenn man nur die Planeten in erreichbarer Nähe betrachtet. 

Ohne Wasser kein Leben, ohne Leben kein Sauerstoff. Kein anderer Planet in unserem Sonnensystem ist so beschaffen. Für uns Menschen ist die Erde daher überlebenswichtig.

Der Planet und die Arten

Und nicht nur der Planet an sich, sondern auch seine Bewohner sind die Grundlage des menschlichen Lebens. Der Sauerstoff in der Atmosphäre gelang dort nur hin, weil Blaualgen durch Fotosynthese Sauerstoff freisetzten. Würden heutige Pflanzen dies nicht mehr tun, wäre an Leben auf der Erde gar nicht zu denken. Häufig wird jedoch vergessen, dass andere Lebensformen wie beispielsweise Tiere, eine ebenso wichtige Rolle einnehmen. Die Sporen, Samen und Früchte von Pflanzen, durch die sich Bäume und Sträucher fortpflanzen, werden zu einem erheblichen Teil von Tieren transportiert. Zudem ist aller Welt bekannt, dass Insekten Blüten bestäuben und damit die Ernte von Obst und Gemüse ermöglichen. Man sieht, wie wichtig unterschiedliche Pflanzen und Tiere sind. Es wird davon ausgegangen, dass auf der Erde etwa acht Millionen Arten vorkommen. Eine Million von ihnen sind vom Aussterben bedroht.

Welche Arten u. a. vom Aussterben bedroht sind und in welchem Umfang, wird auf der Roten Liste der Weltnaturschutzorganisation (IUCN) ausgeführt. Schätzungen zufolge sterben gerade jeden Tag ca. 150 Arten aus. Es wird vom größten Artensterben seit 66 Millionen Jahren gesprochen - der Zeit, als die Dinosaurier ausgestorben sind. Noch dramatischer erscheint die aktuelle Situation, wenn man bedenkt, dass die Zeit, die eine neue Art braucht, um sich zu bilden bei Säugetieren etwa eineinhalb Millionen Jahre beträgt.

Die Komplexität irdischen Lebens

Neben Säugetieren gehören Vögel, Fische, Amphibien und Reptilien zu den fünf großen Tierklassen der Wirbeltiere. Wirbeltiere wiederum sind ein eigener Unterstamm und zählen zum Stamm der Chordatiere, die zum Reich der Tiere gehören. Neben dem Reich der Tiere gibt es das Reich der Pilze, Bakterien, Pflanzen und noch weitere. Das Tierreich gehört zur Domäne der Eukaryoten, womit wir endlich bei der höchsten Klassifizierungskategorie angelangt wären. Die pure Komplexität der Klassifikation von Lebewesen offenbart die Vielfalt des Lebens auf der Erde. Jede einzelne Art hat eine eigene Funktion und hält das biologische Gleichgewicht aufrecht. Stirbt eine Art aus, hat das massive Auswirkungen auf alle anderen Arten, die in einer Räuber-Beute-Beziehung mit der ausgestorbenen Art standen. Dadurch sterben gleich mehrere Arten auf einmal aus, wenn der Bestand einer Art rasch zurückgeht.

Die Funktionen der verschiedenen Arten sind vielfältig. Zum einen ist eine ausgeprägte Biodiversität wichtig, damit ausreichend Nahrung für Menschen und alle anderen Lebewesen vorhanden ist. Auch bei der Klimaregulation spielen Arten eine große Rolle. In Gebieten mit hoher pflanzlicher Biodiversität kann der Luft mehr CO2 entzogen werden. Des Weiteren ist eine ausgeprägte Biodiversität auch aus medizinischer Sicht wünschenswert, schließlich werden viele Wirkstoffe aus der Arznei von Pflanzen gewonnen.

Katastrophe Artensterben

Einige Forscher gehen sogar davon aus, dass das Artensterben ein mindestens genauso großes Problem wie die Klimakatastrophe ist, wenn nicht noch schlimmer.

Wie das Leben auf unserem Planeten in 50 bis 100 Jahren aussehen wird, bestimmen wir. Ob wir eine Zukunft haben mit einer interessanten Welt, reich an Leben, voller Abwechslung und Wunder oder eine Welt, in der es neben dem Menschen einige wenige Spezies geben wird - wir können wählen.

Wir stehen jedoch erst am Beginn des großen Artensterbens. Es sind vor allem fünf Ursachen, die zu diesem Artensterben führen:

  1. Zerstörung von Lebensräumen
  2. Übernutzung natürlicher Ressourcen
  3. Verschmutzung
  4. Prozess Verinselung
  5. Einführung fremder Arten

Die Zerstörung von Lebensräumen fügt der Artenvielfalt mit am meisten Schaden zu. Daher ist der Erhalt von Lebensraum eine zentrale Voraussetzung dafür, dass die einzigartige Vielfalt auf diesem Planeten erhalten bleibt. Darum konzentriert sich Naturefund darauf, Lebensräume zu erhalten.

Wenn die Entwicklung so weitergehen wird wie bisher, wird vermutlich in 100 Jahren die Hälfte aller Lebensformen stark bedroht, wenn nicht komplett verschwunden sein.

Und doch haben wir Möglichkeiten, diesen Prozess mit Informationen, wachem Bewusstsein und Engagement zu stoppen.

Quellen: Wissenschaft im DialogSonnentaler, Tagesschau , WWF, Deutschlandfunk Kultur, Studyflix, Wikipedia, dewikiBiologie Seite, Leopoldina, Max-Planck-Gesellschaft

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