Hamberger Moor in Niedersachsen

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Schützen Sie alte Obstbäume in Wiesbaden

Unter den mehr als 40.000 Obstbäumen, die in Wiesbaden auf Streuobstwiesen wachsen, gibt es viele alte, teilweise fast verschollene Obstsorten. Kaum jemand kennt noch die Julibirne oder den Kloppenheimer Streifling. Naturefund will die artenreichen Strukturen der Streuobstwiesen und den Reichtum der alten Obstsorten erhalten.

[Bereich Infotext]

Wertvolle alte Obstsorten

Die hessische Landeshauptstadt Wiesbaden ist umgeben von ländlichen Vororten, in denen mehr als 40.000 Obstbäume wachsen. Darunter befindet sich eine Vielzahl unterschiedlichster Obstsorten, viele davon sind alt und sehr selten. Zwar gibt es auf deutschen Streuobstwiesen heute noch etwa 3.000 verschiedene Obstsorten, davon etwa 1.200 Apfelsorten, doch von zahlreichen, besonders alten Obstsorten gibt es nur noch ein paar wenige Bäume.

Dabei stellen viele dieser alten Obstsorten eine wichtige Genressource dar. Zudem haben verschiedene Untersuchungen gezeigt, dass der Gehalt an Antioxidantien und Polyphenolen in alten Obstsorten bis zu 1/3 höher ist als in neueren Züchtungen. In den modernen Sorten wurden diese herausgezüchtet, damit die Äpfel nach dem Anschneiden nicht mehr braun werden.

Alte Sorten verfügen außerdem über achtmal mehr sekundäre Pflanzenstoffe, als moderne Sorten. Sekundären Pflanzenstoffe sind überaus gesund. So können sie mit ihrer antioxidativen Wirkung krebsvorbeugend sein und das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermindern. Getreu dem Sprichwort "An apple a day keeps the doctor away". Auch sind alte Apfelsorten für Allergiker besonders gut verträglich.

Erhalt der Streuobstwiesen

Naturefund setzt sich seit gut zehn Jahren für den Erhalt der artenreichen Streuobstlandschaft Wiesbadens ein. Im Jahr 2012 begannen wir mit unserem ersten Streuobsteinsatz. 2017 stellten wir den ersten Vollzeitmitarbeiter in der Streuobstpflege ein. Heute sind es drei Mitarbeiter. Mit diesem tatkräftigen Team konnten wir mehr als 2.000 alte Hochstammobstbäume pflegen, haben gut 500 Obstbäume alter Sorten nachgepflanzt und unzählige Streuobstwiesen entbuscht und zu neuem Leben erweckt.

Derzeit stehen wir vor der Herausforderung, dass viele der alten Obstbäume auf den Wiesbadener Streuobstwiesen ihre Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren fast erreicht haben. In den kommenden fünf Jahren werden zahlreiche von ihnen absterben. Aus diesem Grunde wollen wir in den kommenden Jahren zahlreiche neue Baumsetzlinge der alten Obstsorten nachpflanzen.

Wir gehen zudem einen weiteren Schritt: In Zusammenarbeit mit einem Pomologen wollen wir eine Kartierung bezüglich der Standorte alter Sorten erarbeiten, um einen genauen Überblick über den derzeitigen Bestand zu erlangen und bisher noch nicht entdeckte Arten aufzufinden. Diese seltenen alten Obstbäume brauchen unseren besonderen Schutz. Gleichzeitig wollen wir viele Menschen für die faszinierenden alten Sorten begeistern.

Unsere Bienenvölker wachsen

Bereits 2018 unterstütze uns 24 gute Taten  bei unserem Einsatz gegen das Bienensterben. Der Naturraum Streuobstwiesen braucht ein ökologisches Gleichgewicht und eben dafür den Erhalt wichtiger Arten. Aus diesem Grund pflegen wir bereits drei Bienenstöcke. Wöchentlich wird das Volk von uns beobachtet, die Kästen gepflegt,  im Winter ggf. zugefüttert und der Gesundheitszustand überwacht. Inzwischen erhalten wir zwei gesunde Völker und wir konnten bereits neue Ableger ziehen. Einer dieser Ableger hat bereits eine Königin produziert, die fleißig dabei ist, Eier zu legen. Für den Erhalt der ökologischen Vielfalt sind Bienen unerlässlich und ihr Summen versüßt jeden schönen Frühlingstag. Der Schutz der Streuobstwiesen ist für die Bienen in Deutschland von zentraler Bedeutung und uns ein wichtigstes Anliegen, welches wir noch weiter ausbauen wollen. 

Bereits ab 5 € heimische Natur schützen

Helfen Sie uns bei diesem Vorhaben! Für nur 5 € können Sie 1 m² Streuobstwiese langfristig erhalten. Für 25 € helfen Sie uns, einen Baumsetzling einer alten Obstsorte zu pflanzen.

Alte Obstsorten erhalten

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