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Warum die Kuh kein Klimakiller, sondern vielmehr ein Klimaschützer ist

Aufgrund des hohen Methanausstoßes und der Ressourcen, die für die Rindfleischproduktion aufgewendet werden, hat die Kuh oftmals ein schlechtes Image. Doch nur den wenigsten ist klar, dass die Kuh ein Schlüssel im Kampf gegen den Klimawandel sein kann.

Der Klimawirkung einer Kuh

Der Grund dafür, dass die Produktion von Rindfleisch einen so hohen Ressourcenverbrauch hat, ist einerseits, dass Kühe einiges an Wasser benötigen und andererseits, dass Kühe enorm viel fressen. Eine ausgewachsene Kuh trinkt am Tag durchschnittlich 80 Liter Wasser und benötigt 50 kg Futter. Abweichungen von diesen Werten treten auf, je nachdem wie die Kuh gehalten wird und ob es sich beispielsweise um eine Milchkuh handelt. Dennoch werden für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch bis zu 15.000 Liter Wasser aufgewendet. Die Tierrechtsorganisation PETA gibt an, dass weltweit rund 30 Prozent der genutzten Wasserressourcen in die Produktion tierischer Produkte fließt.

Zudem sind „für eine einzige tierische Kalorie bis zu 30 pflanzliche Kalorien in Form von Tiernahrung erforderlich. Für eine Kalorie aus Rindfleisch werden beispielsweise 10 Kalorien aus Getreide benötigt. Das heißt: 90 Prozent der Nahrungsenergie wird verschwendet“, so PETA. Ein weiterer Grund dafür, warum rotes Fleisch ein immer schlechteres Standing in der Gesellschaft hat. Auch der Ausstoß von klimaschädlichem Methan durch die Tiere, trägt zu diesem schlechten Ruf bei. In Deutschland werden pro Jahr und pro Kuh etwa 100 kg des klimaschädlichen Gases ausgestoßen. Im Jahr 2021 machten die Methan-Emissionen von Wiederkäuern anteilig 76 % des Methanausstoßes des Landwirtschaftsbereichs aus.

Warum sich ein gemeinnütziger Naturschutzverein wie Naturefund dazu entschließt, Rinder zu halten? 

In unserem Projekt „Kühe für den Klimaschutz" erproben wir das Weidekonzept des nachhaltigen Weidemanagements. Die Tiere beweiden eine relativ kleine Weidefläche möglichst intensiv und werden dann bereits nach kurzer Zeit auf eine neue, frische Weide gelassen. Hierdurch wird das Gras nur zu etwa 30–40 % abgeweidet, woraufhin die Weide anschließend ihr Wurzelwachstum verdoppelt. Durch sogenannte Feinwurzeln, die die Weide ausbildet, werden riesige Mengen an CO2 gebunden. Tatsächlich können Weideflächen bei idealer Beweidung beispielsweise mehr CO2 binden als Wälder! Durch die Einwirkungen von Kühen auf den Boden können sich degenerierte Flächen wieder erholen. Unsere Untersuchungen zeigen: Dort wo unsere Kühe die Fläche beweidet haben, wächst im nächsten Jahr höheres und dichtes Gras. Gleichzeitig wirken Kot und Urin der Tiere als natürlicher Dünger, wodurch der Boden fruchtbarer wird.

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