Pestizide - Die unterschätzte Gefahr

Im alltäglichen Leben ist es praktisch unmöglich, nicht mit Pestiziden in Kontakt zu kommen. So werden diese umfassend eingesetzt, während man über ihre Zusammensetzung nur wenig weiß. Erschreckend ist: Etwa vierzig Chemikalien die von der Weltgesundheitsorganisation als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft wurden, sind nach wie vor erlaubt.

Hier finden Sie alle Informationen zu den Problemen die Pestizide mit sich bringen, den Folgen für Natur und Mensch und der möglichen Lösung des Problems. Die nachfolgenden Daten und Fakten stützen sich auf das Buch "Unser täglich Gift" von Johann G. Zaller.

Probleme/ Ursachen

Folgen

Lösungen

Durch den Einsatz von Pestiziden gehört die Landwirtschaft zu den drei gefährlichsten Berufsfeldern der Welt.16

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Die Verwendung von Pestiziden ist eine der Hauptursachen für jährlich 170.000 tödliche Unfälle in der Landwirtschaft weltweit. 16

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Die Politik muss Landwirtschaftssysteme stärker fördern, welche ohne synthetische Pestizide auskommen. mehr

Die moderne Landwirtschaft ist nicht effizienter als die traditionelle Landwirtschaft: 1910 war das Verhältnis von Energieinput und -output 1:9, im Jahr 2000 nur noch 1:1. 14

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Monokulturen, Dünger, Pestizide: Die industrielle Land- wirtschaft ist weder effizient noch nach- haltig.14

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Laut den Vereinten Nationen ist eine kleinteilige, biologische Landwirtschaft der einzige nachhaltige und effiziente Weg.10

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Der Pestizideinsatz auf deutschen Äckern stieg im Zeitraum von 2002 bis 2012 um knapp 30 Prozent.82

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Schätzungen zufolge kommt der Mensch im Laufe seines Lebens mit bis zu 70.000 chemischen Produkten in Berührung.114

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Öffentliche Subventionen sollten nur an Produzenten fließen, die keine Pestizide verwenden. mehr

Jeder zweite Pestizideinsatz erfolgt zu früh und wäre verzichtbar.80

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Pestizide sind im Trinkwasser, europäischen Gewässern und Lebensmitteln zu finden.94

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Die prophylaktische Anwendung der Pestizide muss abgeschafft werden. mehr

Nur etwa 10% der eingesetzten Pestizide wirken tatsächlich gegen die Organismen, die bekämpft werden sollen. Der Rest gelangt auf Nicht-Zielorganismen.5

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Pestizide stellen eine wesentliche Ursache für den Artenrückgang dar und beeinträchtigen die Lernfähigkeit und Kommunikationsfähigkeit von Tieren.5

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Hersteller müssen für ihre verursachten Schäden durch Pestizide zur Rechenschaft gezogen werden. mehr

Pestizide sind nicht ungefährlich - viele Gifte sind Speichergifte, die sich im Körper anreichern. 128

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Forscher haben Pestizide als häufigste Ursache für Krebs- erkrankungen in der westlichen Welt identifiziert. 108

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Subventionen von Pestiziden müssen abgeschafft werden und der biologische Landbau stärker unterstützt werden. mehr

Bei der Zulassungs- prüfung von Pestiziden werden chronische und dauerhafte Krankheiten nicht betrachtet.

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Pestizide beeinträchtigen die Entwicklung des Gehirns und des Immunsystems von Föten und Neugeborenen. 115

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Das Zulassungsverfahren sollte sowohl die Nebenwirkungen der Wirkstoffe, die Beistoffe und die Kreuzwirkungen von Pestizid-Cocktails einbeziehen. mehr

Pestizide verteilen sich weltweit: In Honig- proben konnten Pestizidrückstände aus 80 Ländern nach- gewiesen werden. 28

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Pestizide mit hormonellen Wirkstoffen lösen irreversible Effekte wie Fruchtbarkeitsstörungen oder Missbildungen der Geschlechtsorgane aus. 130

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Die Gesundheit der Menschen und der Umwelt muss an erster Stelle stehen. Vor dem Profit der Agro- chemiekonzerne.

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Pestizide werden oftmals zur Vorbeugung und nicht erst beim Auftreten von Krank- heiten oder Schädlingen gespritzt. 80, 81

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Pestizide verteilen sich über die ganze Welt: An der tiefsten Stelle der Weltmeere wurden in Flohkrebsen Schadstoffe gefunden, die seit über 30 Jahren verboten sind. 92

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Pestizide sollten, wenn überhaupt, nur eingesetzt werden, wenn tatsächlich ein Schädlingsbefall vorliegt. mehr

Glyphosat wurde in den 1940er Jahren als chemischer Rohr- reiniger patentiert, da es Metalle und Mineralien bindet.

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Glyphosat blockiert das Enzym, welches Pflanzen und Tiere zur Synthese von drei aromatischen Aminosäuren benötigen. mehr
Die Politik sollte den Einsatz von Glyphosat in der EU verbieten. mehr

Mindestens 800.000 Tonnen Glyphosat werden weltweit jährlich in der Landwirtschaft verwendet. 51

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Glyphosat begünstigt Krankheiten wie Alzheimer und Diabetes und kann zu Depressionen und Unfruchtbarkeit führen. 111

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Der Pestizideinsatz kann reduziert werden durch die Einführung von Fruchtfolgen, die Erhöhung der biologischen Vielfalt und die Anlage von Mischkulturen. mehr

Rückstände von Glyphosat wurden in Mehl, Brot, Getreide, Bier, Wein, Schokolade und Obst gefunden. 54

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Glyphosat wurde im Urin von Menschen aus achtzehn europäischen Staaten nachgewiesen. 109

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Lebensmittel müssen regelmäßig auf Rückstände von Pestizide untersucht werden. Die Kosten dafür sollten die Hersteller tragen. mehr

Insektizide können akut giftig, krebserregend, fortpflanzungs- schädigend, nerven- giftig und hormonell wirksam sein.

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Der jährliche Rückgang von Vogelpopulationen um 3,5% entstand durch eine Konzentrationen von einem zwanzig Milliardstel Gramm Insektizid. 46

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Die Landwirtschaft muss vielfältiger werden, um den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren. mehr

Neonicotinoide, die meistverwendeten Insektizide weltweit, sind im Boden, im Wasser und in der Luft zu finden. 67

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In den USA werden pro Jahr ein bis zwei Millionen Vögel durch Anwendungen des Insektizids Cabofuran getötet. 44

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Produkte aus einer schädlichen Produktion sollten teurer besteuert werden als Produkte aus einer umwelt- gerechten Produktion.

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Neonicotinoide bleiben im Boden jahrelang wirksam. Die Halb- wertszeit beträgt bis zu 7000 Tage. 18

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Bis zu 50% der Regenwurmpopulation stirbt durch den Einsatz von 2-4 Milligramm Insektizid pro Kilogramm Boden. 14

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Die Förderung des Dynamischen Agroforstes sowie des biologischen und ökologischen Landbaus macht den Einsatz von Insektiziden überflüssig. mehr

Viele Insektizide sind für den natürlichen Gegenspieler der Schädlinge giftiger als für den Schädling selbst. 56

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Der Einsatz von Insektiziden führt oftmals noch zu einer Zunahme der Schädlinge.57

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Eine Landschaft mit Blüh- und Wiesenstreifen sowie Waldstücken führt zur Förderung zahlreicher Nützlinge. 32

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Neonicotinoide sind extrem toxisch: Der oftmals verwendete Wirkstoff Clothianidin ist beispielsweise 10.800 mal giftiger für Bienen als DDT. 25

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Hummeln produzieren bis zu 85% weniger Königinnen, wenn sie Neonicotinoiden ausgesetzt sind. 26

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Neonicotinoide, welche nachweislich die Umwelt und seine Bewohner schädigen, müssen verboten werden. mehr

Die Industrie kann die Zulassung von Pestiziden beeinflussen, denn es bestehen enge Verbindungen zwischen den Zulassungs- behörden und den zu überwachenden Industrien. 120

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Es werden Pestizide am Markt zugelassen, die gesundheitsschädlich und gefährlich für Tiere, Umwelt und/ oder Menschen sind. 21, 42, 43, 51, 104, 105, 108

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Die Hersteller sollten dazu verpflichtet werden, öffentlich zugängliche, wissen- schaftliche Studien vorzulegen, die die Notwendigkeit des Pestizids bestätigen.

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