Klimawald Kölnin Germany

Zusammen mit der Stadt Köln, toom Baumarkt und ISOVER entstand im Kölner Grüngürtel ein Klimawald. Dabei wurde zum ersten Mal in Deutschland, die Methode dynamischer Agroforst eingesetzt, einen Naturnahen und stabilen Wald aufzubauen, der Lebensraum für die heimische Artenvielfalt bietet. Weitere Klimawälder werden mit der Uni Bonn und dem Hof Erbenheim in Wiesbaden aufgebaut.

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Ein Klimawald - Start im Kölner Grüngürtel

Neuer Wald entsteht
Neuer Wald entsteht
Photo: Naturefund

Naturefund pflanzt gemeinsam mit toom baumarkt und ISOVER Klimawälder. Zum ersten Mal in Deutschland werden dabei Waldsysteme nach den Prinzipien des dynamischen Agroforst gepflanzt.

Anpassung an den Klimawandel

Das Klima verändert sich und wirkt sich auch auf unsere Wälder aus. Welche Waldbaumarten müssen heute gepflanzt werden, um für die Zukunft einen gesunden und stabilen Wald zu entwickeln?

Eine Anpassungsstrategie an dem Klimawandel ist die Methode dynamischer Agroforst, welche natürliche Mechanismen wie Sukzession und Kooperation zwischen den Arten gezielt nutzt, um einen artenreichen und gesunden Wald zu schaffen. 

Dynamischer Agroforst zum ersten Mal in Deutschland

Im Kölner Grüngürtel wurden zum ersten Mal die Grundprinzipien des dynamischen Agroforst angewendet. Dabei wurden zwei Waldökosysteme mit einer hohen Artenvielfalt aufgebaut.

Die eine Fläche ist ein Mittelhoher Mischwald mit viel Wildobst, der mit seinen Abertausenden von Blüten im Frühjahr und Sommer ideal für die seltenen Wildbienen ist.
Im Herbst finden dann Igel & Co. hier einen Überfluss an Früchten und Nüssen, wie Speierling, Wildbirne und Haselnuss.

Auf der anderen Fläche wurde ein Waldsaum mit Bäume und Büschen aufgeforstet, darunter Sandbirke, Hainbuche, Hartriegel, Besenginster und viele Arten mehr - ein idealer Lebensraum für die heimische Tierwelt.

Biotopverbund gewinnt an Bedeutung

Die Stadt Köln legte Ende des 19. Jahrhunderts den 100 Hektar große „Stadtwald“ zur Erholung der Bevölkerung an, und erweiterte ihn in den 1920er Jahren und Mitte der 1950er Jahre zum heute bekannten Kölner Grüngürtel. Standen über viele Jahre Aspekte der Erholungsnutzung im Vordergrund, so erlangt das Grünsystem verstärkt auch Bedeutung für den Biotopverbund.

In Zusammenarbeit mit der Stadt Köln und mit der Unterstützung der in Köln ansässigen Unternehmens toom Baumarkt und ISOVER wurden im November 2016 verfügbare Freiflächen innerhalb des Kölner Grüngürtelsystems zu einem zukünftigen Klimawald aufgeforstet.

Ziel war es, mit speziellen Baumarten, die durch ihre Eigenschaften an die Folgen des Klimawandels besser angepasst sind, und der naturnahen Aufforstungsmethode dynamischer Agroforst Lebensraum tierische Stadtbewohner wie Igel und Hausspatz zu schaffen. Gleichzeitig wird durch die Vernetzung von Lebensräumen der Austausch zwischen verschiedenen Ökosystemen gestärkt.

Pionierarbeit in Europa

Mit dem Anlegen des Klimawaldes im dynamischen Agroforst wird gleichzeitig Pionierarbeit geleistet. Auf insgesamt vier Flächen wird der dynamische Agroforst aktuell in Deutschland und Rumänien eingeführt und an die speziellen Gegebenheiten vor Ort angepasst. Der dynamische Agroforst wird sehr erfolgreich in internationalen Aufforstungsprojekten von Naturefund eingesetzt.

Weitere Flächen sollen zusammen mit der Universität Bonn und dem Hof Erbenheim in Wiesbaden angelegt werden. Die Entwicklungen und Ergebnisse in Europa werden mit Spannung erwartet.

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