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Wissenswertes über Wisente

Wisente im Frühling
Foto: Wisent-Welt-Wittgenstein

Fast ausgestorben, doch in wenigen Orten Europas noch vertreten: Wisente! Auch als Europäisches Bison bekannt, ist nicht nur das Essverhalten bei den Vierbeinern besonders spannend.

Lebensraum vor allem in Osteuropa

Vor einigen Jahrhunderten noch in Deutschland vertreten, vor allem in Sachsen oder im Harz lebend, ist diese Rinderart bis auf wenige Länder in Europa fast vollständig ausgestorben. Derzeit wird der europaweite Wisentbestand auf etwa 2.000 Tiere geschätzt. Man trifft sie vor allem in dichten Wäldern in Osteuropa an, beispielsweise in Polen, der Ukraine, Weißrussland, Russland oder Litauen. Durch die Auswilderung einer Population im Rothaargebirge sind die Wisente seit 2013 auch wieder in Deutschland zu finden.

Nicht zu übersehen

So schwer wie ein Kleinwagen und bis zu 2 Meter hoch ist der Wisent auch im dichten Wald kaum zu übersehen. Daneben verfügen sie über eine Kopf-Rumpf-Länge von bis zu 3 Metern. Wisente zählen damit zu den größten Landsäugetieren Europas.

Trotz der Körpermasse, die sie mit sich tragen, können sie schnell unterwegs sein: Sie erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 60 km pro Stunde.

Herdentiere oder doch lieber Einzelgänger?

Teils, teils. In Herden leben grundsätzlich nur die Weibchen mit ihren Jungtieren. Die Männchen sind dagegen die meiste Zeit des Jahres als Einzelgänger unterwegs.

Allein zur Brunftzeit im Spätsommer von Juli bis September finden die Männchen zur Herde. Die Tragzeit beträgt wie bei uns Menschen 9 Monate und im Durchschnitt wirft ein Weibchen ein bis zwei Jungtiere. Diese wiegen bereits vierzig Kilogramm, wenn sie auf die Welt kommen und werden ein halbes Jahr lang gesäugt. Im Alter von etwa einem Jahr werden die Jungtiere selbstständig, verbleiben jedoch noch eine Zeit lang bei der Mutter.

Ernährungsweise

Die Wisente zählen zu den Pflanzenfressern und ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern, Kräutern und jungen Trieben. Bis zu 60 Kilogramm Nahrung nehmen sie täglich zu sich. Je nach Lebensraum und Saison ernähren sie sich zusätzlich auch noch von Baumrinde, Sträuchern und anderen Pflanzmaterial.

Bedrohungen durch verschiedene Faktoren

Zu den Hauptgefährdungsursachen zählt bis heute die Zerstörung von Lebensraum. Vor allem in Westeuropa mussten ursprüngliche Wälder großflächig Agrarland und Wirtschaftswäldern weichen. Die wenigen verbleibenden Lebensräume sind stark fragmentiert und isoliert, was den genetischen Austausch zwischen Herden erschwert bzw. unmöglich macht.

Der Genpool ist damit stark eingeschränkt. Inzucht und erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und Parasitenbefall sind die Folgen. Aber auch eine fehlende gesellschaftliche Akzeptanz gefährdet die Bestände bis heute.

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Quellen: 

WWF

Wisent Welt 

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