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Wisent-Welt: Pilotanlage für den Austausch von Jungbullen

Die neue Wisent-Fanganlage

Naturefund baut eine feststehende Fangeinrichtung in der Wisent-Welt-Wittgenstein auf.

Seit fast sieben Jahren leben Wisente wieder frei im Rothaargebirge in Nordrhein-Westfalen. Dass es ihnen gut geht, zeigt unter anderem die Geburtenanzahl der einstmals in ganz Europa in freier Wildbahn ausgestorbenen Tiere. Der Trägerverein des Projektes, die Wisent-Welt-Wittgenstein e. V., schätzt, dass in 2019 im Rothaargebierge acht Kälber zur Welt kamen, so dass die Herde jetzt vermutlich 26 Tiere umfasst.

Damit die verwandten Tiere sich nicht untereinander paaren, gilt es, Jungbullen zu entnehmen und anderen Wisent-Projekten in Europa anzubieten. „Ein Austausch an Tieren ist wichtig, damit die genetische Vielfalt steigt und das Risiko von Krankheiten oder Gendefekten sinkt“, erklärt Katja Wiese, Vorstand der Naturschutzorganisation Naturefund in Wiesbaden, die seit diesem Jahr die Wisent-Welt-Wittgenstein als Partner unterstützt.

Um Jungbullen möglichst schonend einzufangen, haben die Naturschützer aus Wiesbaden gemeinsam mit Wisent-Rangern und freiwilligen Helfern innerhalb einer Woche eine feststehende Anlage im Besucherareal „Wisent-Wildnis“ aufgebaut, in die die Tiere z. B. mittels Futter gelockt werden. „Jetzt haben die Wisente erst einmal Zeit, sich an die Anlage zu gewöhnen“, sagt Wiese, bevor wir beginnen, Tiere zu fangen.

Die feststehende, kreisrunde Anlage ist für die Umgebung im Gehege, der Wisent-Wildnis unik angepasst: Sie ist massiv aus Holz gebaut, blickdicht und mit  drei  Metern hoch genug, damit keine Wisente darüber springen können. Die Vorrichtung soll die Tiere schonend und stressfrei einfangen und birgt im Gegensatz zu der verbreiteten Methode mit Narkose geringere gesundheitliche Komplikationen für die Tiere. Auch die medizinischen Behandlungen der Wisente werden dadurch erleichtert. Dank der Anlage werden die Wildtiere möglichst wenig an den Menschen gewöhnt, was die Chance für eine erfolgreiche Auswilderung erhöht. Zugleich bedeutet die Anlage deutlich mehr Sicherheit für die Mitarbeiter. Bewährt sich diese Pilotanlage im Schaugehege „Wisent-Wildnis“, soll eine zweite im Wald aufgestellt werden, damit auch die freilaufenden Wisente gefangen werden können.

Die freilebenden Wisente im Rothaargebirge sind eine Erfolgsgeschichte im Artenschutz. Waren die größten Landsäuger Europas vor rund 100 Jahren hier ausgestorben, wächst ihr Bestand heute langsam wieder an, auch durch Projekte wie das der Wisent-Welt-Wittgenstein. Freilebende Herden gibt es außerdem noch in verschiedenen osteuropäischen Ländern wie Polen, Weißrussland, Rumänien, Bulgarien und Russland.

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