· Naturefund

Viele Vogelarten immer seltener

Ein Kolibri trinkt Nektar

Eine kürzlich veröffentlichte Studie australischer Wissenschaftler berichtet über den globalen Bestand von Vogelarten. Das Ergebnis: Weltweit existieren nur noch sechs Vögel pro Mensch.

Großteil der Arten nur noch selten vertreten

Als ‚eine Alarmglocke‘ für das Ökosystem Erde bezeichnet das Team aus Wissenschaftlern die Ergebnisse ihrer Studie: Nach ihren Berechnungen gibt es weltweit nur noch rund 50 Milliarden Vögel, also etwa sechs Exemplare pro Mensch. Zudem existieren nur noch wenige Arten mit mehr als einer Milliarde Exemplare, während ein Großteil der Arten nur noch selten oder sogar sehr selten auf unserem Planeten vorkommt.

Für ihre Untersuchungen kombinierten die Forscher wissenschaftliche Erhebungen einzelner Verbreitungsgebiete mit den Einträgen der Internetdatenbank eBird, in welcher Nutzer und Nutzerinnen Vogelsichtungen notieren können. Für 724 Vogelarten ermittelte das Team aus den Daten, wie viele von ihnen pro Flächeneinheit geschätzt vorkommen und glichen dies mit der Sichtungshäufigkeit bei eBird ab. Ebenfalls wurde einkalkuliert, wie häufig eine bestimmte Vogelart vom Menschen überhaupt entdeckt wird. Hier spielt der Lebensraum und das Aussehen des Vogels eine Rolle. 

Viele Vogelarten akut vom Aussterben bedroht

Mit den Daten stellten die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen eine Schätzung über die weltweite Häufigkeit von 9.700 Vogelarten auf, was 92 Prozent aller bekannten Vogelarten entspricht. Die acht fehlenden Prozent wurden aufgrund unsicherer Datenlage nicht in die Berechnungen aufgenommen, jedoch handele es sich hierbei durchweg um seltene Arten, die daher nicht ins Gewicht der Gesamtzahl fallen würden. 

Den Ergebnissen der Studie zufolge gibt es weltweit nur noch vier Vogelarten mit mehr als einer Milliarde Exemplare: den Spatz, den Star, die Ringelschnabelmöwe und die Rauchschwalbe. Viele Vogelarten weisen hingegen nur noch wenige Exemplare auf – etwa zwölf Prozent der Arten haben eine Bestandsgröße von weniger als 5.000 Tieren. 

Lebensraum für Vögel schützen

Angesichts des fortschreitenden Verlusts der biologischen Vielfalt appelliert das Forscherteam dringend Prioritäten für den Schutz zu setzen. Schutzmaßnahmen sollen dabei über den Erhalt spezifischer Arten hinausgehen und insgesamt einzigartige und weltweit seltene Vogelarten einschließen. Der Schlüssel hierzu ist etwa der Schutz der wichtigsten Lebensräume sowie der Ernährungsgrundlage dieser Vögel. 

Mit seinen fast 900 registrierten Arten ist Costa Rica ein wahres Vogelparadies. Doch auch der Lebensraum dieser gefiederten Tiere ist gefährdet. Unser Landflächen-erwerbsprojekt im Regenwald Costa Ricas ist sogar als 'Endemic Bird Area' eingestuft, was heißt, dass viele Vogelarten nur noch in diesem Gebiet verbreitet sind. Auf dieser Fläche leben mindestens 15 endemische Arten, von denen vier aufgrund des Lebensraumverlustes als akut gefährdet gelten. Helfen Sie uns, diese Regenwaldfläche zu schützen!

Hier lesen Sie mehr über unser Projekt
Hier finden Sie die Studie

Natur schützen

Unterstützen Sie Naturefund und schützen Sie Natur.

Naturefund e. V.
Karl-Glässing-Straße 5
65183 Wiesbaden

+49 611 504 581 011
info(at)naturefund.de

Jetzt spenden

Registriert beim Registergericht Wiesbaden, VR 3739

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE 293241718

Freistellungsbescheid: Als gemeinnützige Körperschaft
befreit von der Körperschaftssteuer gem. §5 Abs.1 Nr.9 KStG
unter der Steuernummer 43/250/76281.

Ihre Spende an Naturefund kann steuerlich abgesetzt werden.