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Rund um den Schmetterling

Schwalbenschwanz
Foto: Pixabay

Es gibt weltweit über 180.000 verschiedene Schmetterlingsarten und es werden uns noch immer  unbekannte Arten entdeckt. Ungefähr 4.000 Arten leben bei uns in Europa. Schmetterlinge sind eine der größten Ordnungen der Insekten. Man kann die Schmetterling in 2 Gruppen unterteilen: Tagfalter und Nachtfalter.

Das Leben eines Schmetterlings

Der Schmetterling durchläuft in seinem Leben vier verschiedene Phasen: Ei, Raupe, Kokon und Imago. Die letztere Lebensphase ist die Bezeichnung für das erwachsene und geschlechtsreife Insekt, also die Phase in der der wir den Schmetterling fliegen sehen. Es gibt Schmetterlingsarten, wie den Pfauenspinner, die in der Imago-Phase keine Nahrung mehr zu sich nehmen und dann nach kurzer Zeit sterben. Untereinander kommunizieren die Insekten mithilfe durch chemischen Duftstoffen. Zum Beispiel kann ein paarungsbereites Männchen, ein paarungsbereites Weibchen über mehrere Kilometer riechen.

Im Laufe der Evolution haben die Schmetterlinge mehrere Taktiken entwickelt um sich vor natürlichen Fressfeinden zu schützen. Zum einen gibt es Schmetterlinge die Augenflecken auf ihren Flügeln haben, die räuberischen Säugetieren ähneln. Eine weitere Taktik wäre die Mimikry in der die Schmetterlinge andere Tiere, wie zum Beispiel Wespen, nachahmen. Die letzte Taktik ist die Mimese. Hier tarnen sich die Schmetterlinge und ähneln dann zum Beispiel einem Blatt.

Tag- und Nachtfalter

Anhand von fünf Merkmalen kann man tagaktive und nachtaktive Schmetterlinge unterscheiden. Wie der Name es schon erahnen lässt, sind die Tagfalter meist tagsüber aktiv und die Nachtfalter meistens nachts. Die Tagfalter sind die Schmetterlinge mit den bunten, hellen und hübschen Farben. Im Vergleich dazu haben die Nachtfalter eher bräunliche, weiße oder schwarze Farben und besitzen ein Tarnmuster. Mit diesem Muster sehen sie beispielsweise einer Baumrinde sehr ähnlich. Es gibt dennoch Tagfalter die eher unauffällig aussehen, sowie es Nachtfalter gibt, die helle Farben besitzen. Die Tagfalter haben lange, feine Fühler mit Rundungen an den Enden und diese wirken dadurch wie kleine Keulen, wohingegen die vom Nachtfalter eher fedrig und dick sind und aussehen wie kleine Kämme. Die Unterschiede lassen sich auch am Körper fest machen. Der Körper eines Nachtfalters ist, wie die Fühler auch, eher flaumig, plüschig und behaart, wohingegen der Körper der Tagfalter schlank und glatt ist. Die Flügel eines Tagfalters sind beim Entspannen geschlossen, während die eines Nachtfalters beim Entspannen geöffnet sind.

Nahrung und Bestäubung

Die Raupen ernähren sich anfangs von der eigenen Eischale, im weiteren Verlauf ihres Lebens essen sie meistens Nadeln, Blätter und Blüten, aber auch Samen oder Früchte. Die ausgewachsenen Schmetterlinge haben den charakterisierenden und für die Art typischen Saugrüssel. Mit diesem wird meistens nur flüssige Nahrung aufgenommen, wie zum Beispiel Blütennektar, Pflanzensäfte und Honigtau oder der Saft von faulem Obst. Wenn es draußen heiß ist saugen die Schmetterlinge auch Wasser aus kleinen Pfützen.

Sehr häufig wird angenommen, dass Bienen die häufigsten Bestäuber von Blumen und Pflanzen sind. Es gibt aber auch Bestäubungen die durch den Wind, das Wasser oder auch Säugetiere und Reptilien zustande kommen. Die sogenannten Schmetterlingsblüter sind Blüten die vor allem für die Schmetterlinge geeignet sind. Zum Beispiel hat die Edelwicke oder auch die Nelke eine Art Landefläche für die Insekten. Die Schmetterlinge brauchen Blüten die groß genug sind, damit sie diese umklammern können. Die Tagfalter brauchen einen eher horizontalen Landeplatz und der Saugrüssel eine enge Röhre. Diese Röhre soll den Schmetterling direkt zum Nektar leiten. Schmetterlinge fliegen eher purpurfarbene bis orangefarbene Blumen an, da sie eher im roten Bereich sehen können. Die Nachtfalter werden dahingegen von weißen Blüten angelockt, da diese in der Nacht besser zu sehen sind. Das wichtigste Lockmittel ist hierbei jedoch der Duft. Im Gegensatz zu den Tagfaltern benötigen die Nachtfalter keinen Landeplatz. Sie schweben vor der Blüte, weshalb diese eher seitlich stehen sollte. Die Stellung der Blume kann man zum Beispiel bei der Nachtkerze sehen. Wichtig ist bei den Nachtfaltern auch die enge Röhre für den Saugrüssel.

Schmetterlinge schützen

Quellen

https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/schmetterlinge/59652

https://www.tierchenwelt.de/specials/wo-ist-der-unterschied/742-schmetterling-motte-unterschied.html

http://schmetterling-hps-langenthal.weebly.com/nahrung.html

http://www.biologie-schule.de/schmetterling-steckbrief.php

https://www.planten.de/2006/05/30/botanik-bestaeubung/

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