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Intakte Ökosysteme mit ausschlaggebend, um Klimawandel abzumildern

Pilze wachsen auf Baumstamm

Ohne die Biosphäre der Erde hätte die globale Erderwärmung heute bereits den kritischen Schwellenwert von 1,5° C überschritten. Damit würde sich die Erwärmung des Planeten bereits jetzt in den Bereich des gefährlichen Klimawandels bewegen.

Klimastabilisierende Rolle der Ökosystemen

Laut einer in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Studie von Forschenden, ist es der Biosphäre der Erde zu verdanken, dass der kritische Schwellwert der Erwärmung der globalen Temperatur um 1,5 Grad Celsius noch nicht erreicht wurde. Gegenwärtig absorbieren und speichern Ozeane, Wälder und andere Ökosysteme die Hälfte des jährlichen Kohlenstoffausstoßes der Menschheit. Um weitere Auswirkungen des Klimawandels wirksam abzuwenden, muss laut Studie der Schwerpunkt auf der Erhaltung und Stärkung der klimastabilisierenden Rolle der Natur liegen, parallel zur Abkehr von fossilen Brennstoffen.

Biosphäre durch Menschheit verändert

Das problematische: Die Biosphäre ist durch die Menschheit bereits tiefgreifend verändert worden, hat diese bereits die Hälfte der pflanzlichen Biomasse auf der Welt zerstört. Wenn sich die derzeitigen Trends fortsetzen, könnten einige Regionen in den Tropen zu einer Netto-Kohlenstoffquelle werden, statt eine Senke zu sein. Bereits heute tragen laut einer kürzlich erschienenen Studie des Helmholtz Zentrum für Umweltforschung Waldränder in den Tropen zu Kohlenstoffemissionen bei: Durch die fortschreitende Abholzung der tropischen Regenwälder entsteht eine zunehmende Fragmentierung der Wälder, sodass mittlerweile fast ein Drittel der tropischen Waldflächen fragmentiert sind. Dies hat Folgen auf den globalen Kohlenstoffkreislauf, da eine erhöhte Baumsterblichkeit an Waldränder zu einer größeren Menge freigesetzten Kohlenstoffs führt, emittieren Mikroorganismen beim Zersetzen der toten Bäume Kohlendioxid. Da zudem weniger Bäume überleben, die zum Wachstum von Baumkrone, Stamm und Wurzeln Kohlenstoff aufnehmen müssten, wird weniger Kohlendioxid aus der Atmosphäre gebunden.

Maßnahmen notwendig, um Gleichgewicht der Biosphäre beizubehalten

Weltweit sind derzeit nur noch weniger als 25 % der Landfläche von menschlichen Einflüssen weitgehend unberührt und nur 5 % der Ozeane sind unangetastet. Damit ist die Fähigkeit der Natur, den Klimawandel abzumildern, erheblich gefährdet. Um das natürliche Gleichgewicht der Biosphäre beizubehalten und die Ökosysteme zu schützen, welche die Kohlenstoffemissionen der Menschen jedes Jahr halbieren, müssen laut der Studie drei Kernmaßnamen umgesetzt werden: 

  • Halbierung der Emissionen in jedem Jahrzehnt um bis 2050 Kohlenstoffneutralität zu erreichen,
  • Umstellung der Forst- und Landwirtschaft auf andere Methoden zur Verringerung der Schädigung und Zerstörung von Lebensräumen und
  • Wiederherstellung und Ausweitung natürlicher kohlenstoffabsorbierender Ökosysteme.

Werden diese Maßnahmen nicht umgesetzt, würden laut den Forschenden die im Pariser Klimaabkommen festgelegten Zielvorgaben für das kommende Jahrzehnt nicht erreicht. Hingegen könnte ein verantwortungsvollerer Umgang mit der Biosphäre die Erderwärmung bis zum Ende dieses Jahrhunderts um 0,3 Grad Celsius reduzieren.

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Zur Studie: We need biosphere stewardship that protects carbon sinks and builds resilience

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