·

Wildbienenbestände im Sturzflug

Graue Sandbiene sitzt auf weißer Blüte
Graue Sandbiene

Der Rückgang der Wildbienen führt zu weiterem Artenverlust. Ihre Rolle als Bestäuber vieler Blütenpflanzen wird als überaus bedeutsam eingestuft. 

Bienensterben – seit Mitte der 2000er Jahre taucht dieser Begriff immer wieder in Medien und öffentlichen Diskussionen auf. Wer hierbei um Biene Maja und sein Honigbrot bangt, liegt nicht ganz richtig: Das besagte Bienensterben bezieht sich nämlich hauptsächlich auf die Wildbienen. Während in Deutschland die Zahl der Honigbienenvölker im Besitz von Imkern steigt, sind bei den Wildbienen rund 50 Prozent der Arten bedroht: Die Rote Liste der Bienen Deutschlands verzeichnet rund 48 % der bewerteten Bienenarten als bestandsgefährdet oder schon ausgestorben. Naturefund engagiert sich bereits mehrere Jahre durch Öffentlichkeitsarbeit und eigene Schutzprojekte für den Erhalt bedrohter Wildbienen. Dieser Schutz ist heute wichtiger den je, denn die Wildbiene ist aktuell von Aussterben bedroht und die Lage ist kritisch: Von insgesamt 550 bekannten und beheimateten Wildbienenarten sind laut Roter Liste bereits 31 vom Aussterben bedroht, 197 akut gefährdet und mindestens 42 halten Plätze auf der Vowarnliste. Dabei sind diese vielseitigen Insekten unverzichtbar für ein eine ausbalanciertes Ökosystem.

Gefahr von allen Seiten

Warum die Bienen sterben, ist nicht klar zu benennen – vielmehr ist es eine Vielzahl an Faktoren, die hierbei zusammenspielen. Zum eine handelt es sich dabei um eingeschleppte Krankheiten und Parasiten, die sich stark ausbreiten und die Bienenpopulationen nachhaltig schwächen. Zum anderen leiden die Wildbienen auch unter der intensiven Landwirtschaft: Pestizideinsätze enden oft tödlich für die Bienen, während gleichzeitig Monokulturen den Lebensraum und die Nahrungsvielfalt einschränken. Nicht selten sind Wildbienen spezialisiert und fliegen nur bestimmte Pflanzengruppen an. Verschwindet diese Pflanze, so stirbt auch die Bienenart aus. Und auch unsere Kulturlandschaft gefährdet die Wildbienen, denn durch zunehmende Betonierung von Landschaftsflächen und perfektionistische Gartengestaltung suchen sie vergebens nach geeigneten Nistplätzen.

Ohne Wildbienen fehlt die Vielfalt 

Neben den Honigbienen sind insbesondere die Wildbienen bedeutend für die Bestäubung. Die wilden Bienen beginnen damit aber meist deutlich früher im Jahr als die Honigbienen und fliegen auch bei schlechtem Wetter fleißig von Blüte zu Blüte. Zudem besuchen sie auch Pflanzen, die Honigbienen typischerweise nicht anfliegen. Einige Wildbienenarten können bis zu 5000 Blüten pro Tag bestäuben! Der Rückgang dieser leistungsstarken Bienen ist daher folgenreich: Nicht nur die Verbreitung zahlreicher Pflanzenarten und damit wiederum die Nahrungsgrundlage vieler Tiere ist abhängig von den emsigen Bestäubern. Auch wir Menschen sind direkt vom Bienensterben betroffen. Wussten Sie etwa, dass ein Drittel unserer Lebensmittel von der Bestäubung durch Bienen abhängig ist? Vor allem Obst und Gemüse würde mit dem Aussterben dieser Insekten von unseren Tellern verschwinden. Ein langfristiger Schutz der Bienen kann deshalb nicht nur eine gesunde und artenreiche Umwelt erhalten, sondern auch Armut und Hunger verringern. 

Jetzt mitmachen und Wildbienen schützen! 

Right1

Wildbienenackerin Hessen

Ziel: 25.000
18.368
+178
115
+4

Blühende Äcker in Hessen

Unterstützen Sie uns bei der Gestaltung von Blühwiesen.

Aktuelle Projekte

Wisent steht im Wald und genießt SonnenstrahlenKarges, braunes Hochland von Madagaskar mit vereinzelten Resten von RegenwaldMenschen arbeiten auf einer Dynamischen Agroforst Parzelle

Naturefund e. V.
Karl-Glässing-Straße 5
65183 Wiesbaden

+49 611 504 581 011
info(at)naturefund.de

Jetzt spenden

Registriert beim Registergericht Wiesbaden, VR 3739

Umsatzsteuer-Identifikationsnummer: DE 293241718

Freistellungsbescheid: Als gemeinnützige Körperschaft
befreit von der Körperschaftssteuer gem. §5 Abs.1 Nr.9 KStG
unter der Steuernummer 43/250/76281.

Ihre Spende an Naturefund kann steuerlich abgesetzt werden.