Perlgras-Buchenwald im Vogelsberg

Sonnenlicht im Buchenwald
Sonnenlicht im Buchenwald
Foto: Jens Christoph

Im Sommer 2006 kaufte Naturefund gemeinsam mit dem NABU Steinau einen Buchenwald zusammen mit einer Quelle und einer Streuobstwiese, die von alten, hochstämmigen Obstbäumen übersät ist.

Wald, Quelle und Obstgarten

Insgesamt handelt es sich um knapp 56.000 m² Buchenwald mit Quellbereich und einem angrenzenden, alten Obstgarten, die Naturefund zusammen mit dem NABU Steinau kaufte und damit dauerhaft sichern konnte.

Zahlreiche Menschen haben mit ihrer Patenschaft dazu beigetragen, diesen einzigartigen Lebensraum für eine Vielzahl von Arten zu bewahren.

Abendsegler und Großes Mausohr

Der Wald wurde schon in den letzten 10 Jahren nicht mehr bewirtschaftet. Einige Buchen sind mittlerweile um die 150 Jahr alt. Das ist für Buchen noch kein hohes Alter, doch in Deutschland werden Wäldern oft intensiv bewirtschaftet und 150-jährige Buchen sind mittlerweile nur noch selten zu finden.

Gerade alte Bäume bieten jedoch Lebensraum für zahlreiche Arten. In den Baumhöhlen dieser alten Buchen leben und brüten zum Beispiel seltene Fledermäuse, wie der Abendsegler oder das Große Mausohr.

Obstbäume und Quelle

An der nahe gelegenen Quelle tummeln sich zahlreiche Schmetterlinge und Libellen. Durch Schilf und meterhohen Grasbulten (Hügeln aus Gras) fließt das Wasser. Überall sind fremdartig wirkenden Pflanzen zu sehen und in der Abendstunde sind die Grillen zu hören.

Die alten Apfel- und Birnenbäume bieten mit ihren Asthöhlen Nistplätze für zahlreiche Vogelarten. Bis zu 35 Vogelarten nutzen Streuobstwiesen als Lebensraum.

Neue Obstbäume 

Seit dem Kauf der Fläche hat sich der NABU Steinau intensiv um die Fläche gekümmert. Bei den alten Obstbäume wurden alte und morsche Äste abgesägt.

Dort, wo Obstbäume bereits abgestorben waren, wurden junge Bäume mit heimischen und zum Teil selten gewordenen Obstsorten nachgepflanzt.

Speyerling und Eiben gepflanzt

Darüber hinaus wurden Speyerlinge und Eiben gepflanzt. Speyerling ist eine Wildfruchtart und gehört zur Familie der Ebereschen. Früher, als es noch keine synthetischen Konservierungsstoffe gab, diente die Säure des Speyerlings dazu, Apfelwein haltbar zu machen. Doch diese alte Tradition wird immer seltener angewandt und so stirbt der Speyerling in den Obstgärten langsam aus.

Auch die seltene Eibe wurde im Schatten der großen Buchen gepflanzt. Eiben sind immergrüne Nadelbäume, die sehr langsam wachsen und über 2.000 Jahre alt werden können. Aufgrund von Übernutzung, Waldweide und Umwandlung der Wälder in Wirtschaftsforste, ist die Eibe in freier Natur fast kaum noch zu finden.

Grunddaten

Besonderheit

Zahlreiche Bäume sind mit etwa 150 Jahren verhältnismäßig alt. Die Kombination mit Quellbereich und Streuobstwiese schafft einen artenreichen Lebensraum.

Betreuungskonzept

Der NABU Steinau wurde Eigentümer der Fläche. Er wird die Fläche zusammen mit seinen Jugendgruppen langfristig betreuen und schützen.

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