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Der Große Wiesenknopf

Großer Wiesenkopf

Der Große Wiesenknopf steht für eine artenreiche und schonende Landwirtschaft. Doch leider steht auch er mittlerweile auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Gerade in Norddeutschland ist sein Rückgang zu beobachten.

Wissenswertes 

Gekrönt zur Blume des Jahres 2021: der Große Wiesenknopf. Er zählt zu den Tiefwurzlern und gehört in der Familie der Rosengewächse (Rosaceae) zur Gattung Wiesenknopf (Sanguisorba). Besonders gerne wächst der Große Wiesenkopf auf sonnigen bis halbschattigen, wechselfeuchten Wiesen, weswegen er sich auch an unserem Projektstandort in Merenberg so wohlfühlt. Er toleriert nährstoffreiche, basische, aber auch magere und saure Bodenverhältnisse. In Deutschland ist die Blume des Jahres 2021 vor allem im Süden weit verbreitet.

Gefiederte Laubblätter mit roten Blüten

Mit einer Größe von bis zu 120 cm kann er leicht entdeckt werden. Seine Stängel sind rund oder gerillt. Die gefiederten, spitz gesägten Laubblätter, bestehend aus drei bis sechs Fiederpaaren und sieben bis dreizehn Blättchen, sind wechselständig am Stängel angeordnet. 

Der Große Wiesenkopf blüht in der Regel zwischen Mitte Juni und Mitte September und fällt durch seine dunkelroten Blütenstände ins Auge. Pro Blütenstand wachsen 20 bis 40 Einzelblüten, zwittrig und stets von der Spitze zur Basis hin aufblühend. Die Bestäubung erfolgt durch verschiedene Insekten wie Fliegen- und Bienenarten. Bleibt der Insektenbesuch mal aus, kann sich die Art auch selbst bestäuben. Nach der Blüte bilden sich im Herbst kleine hell- bis dunkelbraune Nussfrüchte aus, die dann durch Wind, Wasser oder Wildtiere ausgebreitet werden. Der Wiesenknopf kann sich aber auch vegetativ, also ohne Samen vermehren. Dafür bildet er unterirdische Wurzelausläufer aus, welche dann im Winter zusätzlich als Speicher- und Überdauerungsorgan dienen. 

Fortschreitender Rückgang

In Deutschland kommt der Große Wiesenknopf gebietsweise zwar noch häufig vor, doch lassen sich in den vergangenen Jahren besorgniserregende Rückgänge der Art beobachten. Deshalb steht er auch auf der Vorwarnliste der Roten Liste in Deutschland. Besonders in der nördlichen Hälfte der Bundesrepublik geht er zurück, was vor allem auf den Verlust von Lebensraum zurückzuführen ist. Nutzungsintensivierung, die Schaffung von Ackerflächen, aber auch die Nutzungsaufgabe führen dazu, dass sich die Strukturen und Dynamiken der Feucht- und Nasswiesen grundlegend verändern.

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