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Die Feuchtbrache

Eine typische Feuchtbrache - gut sichtbar sind die weißen Blüten des Mädesüßs.
Foto: HGON Main-Kinzig

Wenn Biber mit ihren Dämmen Wasser aufstauen, setzen sie oft Wiesen und Äcker unter Wasser. Eine Feuchtbrache entsteht. Sie bietet dem Biber Nahrung und ist gleichzeitig Lebensraum für zahlreiche Arten.

Die Feuchtbrache - eine nasse, ungenutzte Wiese

Eine Feuchtbrache ist eine ehemals regelmäßig gemähte Feuchtwiese oder ein feuchter Acker, welche nicht mehr nicht mehr genutzt werden. Statt Gras, Klee oder Getreide, breiten sich nur ungestört Pflanzen aus, die vorher vom Menschen bekämpft wurden.

Hierzu gehören zum Beispiel Bachnelkenwurz, Körnersteinbrech oder auch Mädesüß, eine Lieblingsspeise des Bibers.

Am Anfang wachsen auf einer Feuchtbrache vor allem Stauden, später dann Büschen und schließlich kommen die ersten Pionierbaumarten, wie Weiden hinzu. Im Laufe von Jahren und Jahrzehnten entsteht ein Auwald.

Speisekammer des Bibers

Feuchtbrachen in ihrer unterschiedlichen Ausprägung sind ein ideales Nahrungsbiotop für den Biber. In den frühen Brachestadien kommen vor allem Hochstaudenfluren wie Mädesüß, Brennnesseln und verschiedene Ampferarten vor.

Von Frühjahr bis Herbst ist damit die Feuchtbrache ein üppig gedeckter Tisch für den Biber. Im Laufe der Jahre siedeln sich auch die ersten Weidebüsche an. Sie dienen dem Biber dann als Winternahrung.

Neuer Lebensraum für viele Arten

Durch sein Fressverhalten und seine Dammbautätigkeit bremst der Biber die Entwicklung hin zum Auwald und hält die Feuchtbrache länger offen. Damit schafft er Lebensraum u. a. für Schmetterlingsarten wie Brauner Feuerfalter, Braunfleckiger Perlmuttfalter oder Rotklee-Bläuling.

Die wenigsten Baumarten ertragen die Staunässe, die durch die Dämme des Bibers entsteht. Baumarten, welche gut mir nassen Wurzeln umgehen können und die in Weichholz- oder Hartholzauen vorkommen, setzen sich durch. Dazu gehören zum Beispiel Weide, Erle und Esche. Viele von ihnen stehen auf dem bevorzugten Speiseplan des Bibers.

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