· Naturefund

Naturefund: 500.000 Bäume weltweit gepflanzt

Wichtige Maßnahme für den Klima- und Artenschutz – und für den Menschen.

Eine halbe Million Bäume hat die Wiesbadener Naturschutzorganisation Naturefund seit ihrer Gründung 2003 gepflanzt – in verschiedenen Projekten in Deutschland, aber auch international – wie in Bolivien, Madagaskar, Costa Rica, Malawi und weiteren Ländern. „Mit den Bäumen kommt das Leben auf eine Fläche zurück; wir können also gar nicht genug davon pflanzen“, davon ist Katja Wiese, Gründerin und Vorsitzende von Naturefund, überzeugt. 

Bäume spielen eine entscheidende Rolle beim Klimaschutz: Sie filtern die Luft, halten Wasser und Erdreich zusammen und schützen das Land vor Wind und Sonne. Außerdem liefern sie uns wertvolles Holz und Nahrung für Mensch und Tier. Mit all ihren Funktionen sind Bäume ein wichtiger Lösungsansatz für viele Probleme der Gegenwart. Und auch in Zukunft werden sie immer wichtiger werden – Wälder sind deshalb überlebensnotwendig für die Menschheit. 

In seinen vielfältigen Projekten geht es Naturefund um den Schutz und Erhalt bestehender Waldgebiete und vor allem darum, auf abgeholzten Flächen wieder Bäume anzupflanzen und Wald neu entstehen zu lassen. 

Auch wenn junge Bäume zu Beginn ihres Lebens noch nicht all ihre Funktionen in vollem Maße erfüllen, so steckt in ihnen doch das volle Potenzial für die nahe Zukunft. Das gilt vor allem für die Speicherung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre: Je älter und größer ein Baum ist, desto mehr Kohlendioxid absorbiert er aus der ihm umgebenden Atmosphäre. Im Schnitt werden pro Hektar Wald jährlich mehrere Tonnen dieses Treibhausgases gebunden. Damit speichern allein die Wälder in Deutschland über 4 Milliarden Tonnen CO2 in ihrer Biomasse. Rechnet man den im Waldboden, d.h. den im Humus gebundenen Kohlenstoff hinzu, sind Wälder eine der größten Kohlenstoffsenken an Land.

Daher ist der Schutz von Wäldern und Baumpflanzungen für Naturefund von hohem Stellenwert.

Hierbei werden Jungbäume nicht einfach in die Landschaft gestellt, sondern nach der Methode des Dynamischen Agroforsts moderiert neu angepflanzt. Dicht an dicht werden zwischen den einzelnen Bäumen mehrjährige Sträucher, Stauden, Blüh- und/oder auch Nutzpflanzen gesetzt. Durch die Ausbildung von diversen Pflanzengemeinschaften, die sich gegenseitig unterstützen, steigert dies auch die Bodenfruchtbarkeit und erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber Wetterextremen wie Dürren oder Starkregenereignissen. In Deutschland verfolgt Naturefund vor allem das Ziel, in die oft monotonen Landschaften wieder eine größere Artenvielfalt, eine höhere Biodiversität zu bringen. Erreicht wird das durch die kleinräumige Strukturierung der Fläche. Es entstehen unterschiedlichste Habitate, die Naturefund langfristig schützt.

International dienen die abwechslungsreichen Anpflanzungen vor allem dazu, zwischen den Baumreihen verschiedene Nutz- und Futterpflanzen zu setzen, deren Ertrag dann zum Lebensunterhalt der Bauernfamilien mit beitragen soll. Naturefund möchte damit eine tragfähige, zukunftsfähige Basis für die dortige Bevölkerung schaffen in Koexistenz mit der sie umgebenden Natur.

Allein im Nationalpark Patuca in Honduras wurde mithilfe des Naturefunds mit insgesamt 100.000 Bäumen der Regenwald wieder aufgebaut. In Bolivien sind es aktuell über 50.000 Bäume, die nicht nur die Anden ein Stück grüner machen, sondern auch den dortigen Bauern zu einem gesicherten Einkommen verhelfen. In Costa Rica sollen durch Wiederbewaldung durch gezielten Baumanpflanzungen sowie den Schutz noch bestehender Regenwaldflächen zwei getrennte Nationalparks mit einem grünen Waldkorridor wieder verbunden werden.

In den hiesigen heimischen Regionen geht es vorrangig um das Anpflanzen von Obstbäumen auf Streuobstwiesen. Naturefund legt hier besonderen Wert auf alte Obstsorten, die optimal an die örtlichen Verhältnisse angepasst sind und im hohen Maße die heimischen Vögeln und Insekten unterstützen.

„Jeder Baum trägt zum Klimaschutz bei – egal, ob alt oder jung, ob bestehend oder neu hinzugepflanzt“, da ist sich Frau Wiese sicher. Aufforstungen zählen deshalb für den Naturefund zum wichtigsten Mittel im Kampf gegen die Klimaerwärmung.


Weitere Informationen:

Pressekontakt Naturefund:
Dr. Thomas Brückmann: Tel.: 0611 504 581 013, thomas.brueckmann(at)naturefund.de
Naturefund e. V., Karl-Glässing-Straße 5, 65183 Wiesbaden

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