· Naturefund Projektgrunddaten

Grunddaten: Aufforstung im Nationalpark Tunari

The bleak and barren southern ridges of Tunari National Park Photo: Mollesnejta

Das Projekt konzentriert sich auf verschiedene Dörfer am Südhang des Nationalparks Tunari. Diese Region ist besonders stark von Erosion und Bodendegradation betroffen. Folgen sind Erdrutsche, Schlammlawine und ausgedörrter Boden.

Aufforstung in den Andentäler Boliviens

Im Sommer 2014 begann Naturefund ein Aufforstungsprojekt im Nationalpark Tunari in Bolivien. Der Nationalpark liegt in den östlichen Andenkordilleren und umschließt das Tal von Cochabamba auf gut 2.500 m. ü. NN. Gut 80.000 Menschen leben im Nationalpark. Viele von ihnen versuchen mit einer einfachen Landwirtschaft ihr Überleben zu sichern. Doch die Wälder, die einst die Berghängen bedeckten, sind abgeholzt. Der Boden ist trocken und ausgedörrt, Wasser ist knapp und wenn es dann einmal regnet, treten immer öfter Schlammlawinen mit verherrenden Folgen auf.

Naturefund hat daher ein Pilotprojekt gestartet und Bauernfamilien darin unterstützt, ihr Land auf dynamischen Agroforst umzustellen. Unser Ziel ist, essbare Wälder aufzubauen, die den Familien nachhaltige, ökologische Produkte und neue Einnahmequellen ermöglichen.

Grunddaten Projekt

Lage

Der Nationalpark Tunari liegt im Tal Cochabamba in Bolivienund ist Teil der östlichen Andenkordillere mit dem Tunari als höchste Erhebung (5.035 m. ü. M.).

Größe

Der Nationalpark selbst umfasst ein Gebiet von 3.090 km² in dem rund 80.000 Menschen in weit verstreuten Dörfern leben.

Tierwelt

Unter anderem: Kondor, Vicunja, Lama, Alpaca, Vizacha und Compsospiza garleppi (eine vom Aussterben bedrohte Vogelart).

Pflanzenwelt

Chacatea, Kakteen, Kewiña, Tartago, Mamania, Rocoto, Baumtomate, Tola, Ragancho, Pfirsich, Äpfel, Granatapfel, Pacay, Chacatea, Pera motas, Orqokaralao, Toborochi, Tipa Oyronqo, Taropflanze, Kiefer, Dattel, Molle.

Besonderheit

Im Sommer 2014 starteten wir ein neues Aufforstungsprojekt im Tal von Cochabamba in Bolivien. Wie ein Ring umschließen die Kordilleren das Tal. Der Nationalpark Tunari sollte die bewaldeten Hänge der Kordilleren schützen, doch dies ist nicht gelungen. Fast kahl sind die Berghänge mit den bekannten Folgen: Ausgedörrter Boden in der Trockenzeit, Schlammlawinen in der Regenzeit. Die Schäden durch Unwetter, Erdrutsche und Schlammlawinen am Fuß des Nationalparks haben sich laut den Behörden des Departements Cochabamba in den letzten drei Jahren verdoppelt!

Die Bauern im Nationalpark Tunari leben von Subsistenzlandwirtschaft. Sie halten Vieh und bauen mit traditionellen Anbaumethoden in Monokultur an. Doch die Erträge sind niedrig. Mangelernährung und Armut sind weitverbreitet.

Wir wollen die Bauern im dynamischen Agroforst schulen und ihnen damit eine Anbauform zeigen, mit der sie die Ressourcen Wasser und Boden schonen, höhere Erträge haben und gleichzeitig Pestizide sowie Düngemittel vermeiden. Fast wie nebenbei entsteht Wald und auch ein neues Verständnis für Bäume.

Partner

Unsere Partner vor Ort sind AGRECOL Andes, die seit vielen Jahren Bauern bei einer nachhaltigen Landwirtschaft unterstützen, und das Agroforst-Netzwerk ECOSAF mit dem Agroforst-Forschungsbetrieb Mollesnejta.

Betreuungskonzept

In einem ersten Pilotprojekt in Cochabamba haben wir 14 Bauernfamilien bei der Umstellung von Subsistenzwirtschaft auf dynamischen Agroforst unterstützt. Darüber hinaus hat die Forstwissenschaftliche Fakultät der Universität San Simon in Cochabamba (ESFOR) eine Parzelle zu Schulungszwecken für angehende Forstingenieure aufgebaut. Auch die Stiftung Simon I. Patiño (FUSIP) hat zwei Parzellen eingerichtet.

Durch die Ausbildung können die Bauern auf ihrem Land eine größere Vielfalt an landwirtschaftlichen Produkten produzieren und den Einsatz von Pestiziden und Düngemitteln deutlich reduzieren. Mit dynamischen Agroforst forsten wir die stark degradierten Böden der Südhänge des Nationalparks Tunari wieder auf.

Sie können den Aufbau von Wald in den östlichen Andenkordilleren unterstützen. Schon mit 6,00 € können Sie dort ein Baum pflanzen lassen. Selbstverständlich können Sie Ihre Spende für die Bäume steuerlich absetzen!

Machen Sie mit und helfen Sie uns, mehr Land für die Natur zu kaufen!

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