· Naturefund-Landbrief

Feuchtwiese für seltene Frösche

Springfrosch Foto: Richardfabi

Die Feuchtwiese ist ein wichtiger Lebensraum für viele verschiedene
Lebensarten. Dazu gehört auch der seltene Springfrosch, ein schlanker und zierlicher Frosch.

Eines der artenreichsten Biotopen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Feuchtwiesen zählen zu den artenreichsten Biotopen. Auf ihnen wachsen Gräser, Binsen, Seggen und einer Vielzahl von kleinen wie auch größeren Tieren dient sie als Lebensraum. Diese Wiesen sind, wie ihr Name schon sagt, oft feucht und teilweise sogar überschwemmt. Sie liegen oft an Flusstälern, Seen oder in Senken. In vielen Teilen Europas und auch Asiens kann man Feuchtwiesen finden, doch ihr Schwerpunkt liegt in Mitteleuropa.

Bereits ab Anfang des 19. Jahrhunderts, verstärkt aber nach dem Zweiten Weltkrieg, wurden viele Feuchtwiesen durch Entwässerung und Düngung in nutzbare Äcker und Fettwiesen umgewandelt. Diese tief greifenden Veränderungen führten zum Verschwinden vieler typischer Arten.

Der seltene Springfrosch

Der Springfrosch ist ein schlanker und zierlicher Frosch. Mit einer Größe von ca. 7 cm ist er deutlich kleiner als der kräftigere Grasfrosch. Die Oberseite ist meist ziemlich einfarbig hellbraun bis dunkelbraun gefärbt. Die Bauchseite ist ungefleckt und einfarbig hell. Den Namen Springfrosch hat er durch seine langen Hinterfüße erhalten, mit denen er bis zu 2 Meter weit springen kann!

Der Springfrosch kommt in Deutschland nur selten vor und die einzelnen Verbreitungsinseln der Frösche liegen weit auseinander. Auf der Roten Liste wird er als 'gefährdete Art' geführt. Eines seiner nördlichsten Verbreitungsgebiete ist hier im Sahrbachtal auf dieser Feuchtwiese.

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