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30 Jahre Washingtoner Artenschutzabkommen

Schutzstatus nun auch für Seepferdchen Foto: National Oceanic and Atmospheric Administration

Vor dreißig Jahren, am 3. März 1973, wurde CITES, das internationale Washingtoner Artenschutzübereinkommen gegründet. An diesem Tag verabschiedeten Vertreter aus 80 Staaten in Washington die 'Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora'. Das Abkommen regelt den internationalen kommerziellen Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen und deren Produkten.

CITES gehören 167 Nationen an

Liebe Leserin, lieber Leser,

Deutschland war unter den ersten Unterzeichnerstaaten des Abkommens und der erste EU-Mitgliedsstaat und ratifizierte CITES 1975. Das Abkommen regelt den internationalen kommerziellen Handel mit gefährdeten Tieren und Pflanzen und deren Produkten. Heute gehören 167 Nationen dem Abkommen an.

Alle zwei bis drei Jahre treffen sich die Vertragsstaaten, um über den Handelsstatus von Tier- und Pflanzenarten zu entscheiden - zuletzt im Herbst 2004 in Bangkok.

CITES schützt 5.000 Tier- und 28.000 Pflanzenarten

Der Schutz zeigt Wirkung, denn bisher ist noch keine Art ausgestorben, die durch CITES geschützt wurde. Etwa 5.000 Tier- und 28.000 Pflanzenarten fallen unter den CITES-Schutzstatus. Meilensteine waren der Schutz zentraler und beliebter Tierarten wie Tiger, Nashorn oder Elefant.

So wurde 1975 das Geschäft mit Tigerprodukten untersagt, 1977 erging das Verbot für den Handel mit Nashornprodukten, 1989 folgte der endgültige Stopp des Elfenbeinhandels.

Gefahren für den Erhalt der Artenvielfalt

Der Handel mit wild lebenden Tier- und Pflanzenarten ist neben der Lebensraumzerstörung eine der größten Gefahren für den Erhalt der Artenvielfalt. Erst bei der jüngsten CITES-Konferenz im November 2002 gelangten wichtige Tiere und Pflanzen über die Ziellinie des Artenschutzes: Nach zwei Wochen zäher Verhandlungen beschlossen die Delegierten gegen die Stimmen Japans, die Handelsverbote für Wal-Produkte aufrechtzuerhalten.

Nach intensiven Beratungen konnten außerdem erstmals Schutzmaßnahmen für Haie, Seepferdchen und den selten gewordenen Großblättrigen Mahagoni beschlossen werden.

Doch nicht für alle Arten gab es positive Ergebnisse: Die Fischereilobby setzte sich gegen die Vorschläge des WWF durch und verhinderte die Einführung von Handelskontrollen für bedrohte Meeresfischarten wie Seehechte und Napoleonsfische.

Bewahrung der Artenvielfalt und nachhaltige Nutzung

CITES ist dabei längst nicht mehr nur ein Abkommen zum Schutz von Elefant, Tiger und Co. Nahrungsmittel wie Fisch, Rohstoffe wie Holz und wertvolle medizinische Grundstoffe wie Heilpflanzen werden durch den Vertrag vor einer übertriebenen Nutzung bewahrt.

Die Zukunft vieler Arten, aber auch unsere eigene Zukunft wird mit davon beeinflusst, wie sehr es CITES gelingen wird, die Artenvielfalt zu bewahren und sie langfristig mit einer nachhaltigen Nutzung zu verbinden.

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