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Wildtiere in Großstädten

Steinkauz Foto: Graß

Immer mehr Wildtiere leben nahe einer Großstadt und manchmal sogar mittendrin. Marder, Füchse und Turmfalken sind in vielen Städten keine Seltenheit mehr. Vor allem wer früh morgens und auch abends durch die Stadt und ihre Parks streift, kann das eine oder andere Wildtier zu Gesicht bekommen. Eine Besonderheit gibt es bei Frankfurt am Main. Hier leben über 50 Paare des sehr seltenen Steinkauzes, fast ein Prozent des bundesdeutschen Bestandes.

Der Steinkauz in Hessen

Liebe Leserin, lieber Leser,

Der deutsche Brutbestand des Steinkauzes (Athene noctua) ist klein und wird insgesamt auf ca. 7.400 Brutpaare geschätzt. Einer seiner größten Verbreitungsschwerpunkte liegt in Südhessen.

Allein in und um die Stadt Frankfurt brüten etwa 50 bis 70 Paare, was ein Prozent des gesamten bundesdeutschen Bestands entspricht.

Nord- und Ostdeutschland sind 'Steinkauzfrei'

Teile Nord- und Ostdeutschlands sind leider vollständig 'Steinkauzfrei', und auch im Nachbar-Bundesland Bayern existiert nur eine sehr kleine Population an der Grenze zum hessischen Rhein-Main-Gebiet.

Das große Vorkommen rund um Frankfurt liegt vor allem an dem milden Klima mit seinen schneearmen Wintern sowie an den vielen Obstwiesen mit ihren alten hochstämmigen Bäumen, die zahlreiche geeignete Bruthöhlen bieten.

Steinkauz brütet mit Blick auf Hochhaustürme

Naturefund kauft aktuell eine Streuobstwiese bei Frankfurt am Main, sozusagen mit Blick auf die Hochhaustürme. Hier haben sich zwei Brutpaare dieser seltenen Eulenart niedergelassen. 

Durch einen glücklichen Zufall für die Natur führen nur kleine Landstraßen hierher, so dass dieses Gebiet von Frankfurt-Harheim noch vor sich hin zu träumen scheint und Lebensraum für zahlreiche seltene Arten bietet.

Direkt zum Streuobstwiesen-Projekt

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