· Weilburger Tagblatt

Uhupärchen soll geschützt werden

Lebensraum für den Uhu. Foto: Naturefund

Der Verein „Naturefund“ will zusammen mit der Hessischen Gesellschaftfür Ornithologie und Naturschutz eine Streuobstwiese bei Steeden kaufen und diese damit dauerhaft für zahlreiche seltene Arten schützen.

Unter anderem jagt ein Uhupärchen dort regelmäßig

Die weltweit arbeitende Gruppe „Naturefund“ kauft Wälder, Wiesen, Feuchtgebiete und andere Lebensräume, um sie dauerhaft zu schützen. Im Zuge des Klimawandels sichert „Naturefund“ nach eigener Darstellung verstärkt Wälder und pflanzt Bäume, um die Entwicklung von naturnahen Wäldern zu unterstützen“. Ein Projekt ist derzeit die Aufforstung eines der größten, noch zusammenhängenden Regenwaldgebiete Mittelamerikas. Innerhalb kurzer Zeit habe man dort mehr als 10 000 Bäume pflanzen können.Gleichzeitig seien über 80 000 Bäume in Europa wieder aufgeforstet worden.

Die jetzt ins Auge gefasste Streuobstwiese liegt am Ortsrand vom Runkeler Stadtteil Steeden. Sie ist 7640 Quadratmeter groß, an Tierwelt finde man dort Neuntöter, Raubwürger, Feldschwirl, Mönchsgrasmücke, Gartenbaumläufer, Ringelnatter, Blindschleiche, Zauneidechse, Tagpfauenauge, Admiral, Landkärtchen. Nahrungsgäste sind Turmfalke, Sperber,Waldkauz und den Uhu. Die Pflanzenwelt umfasse Apfel-, Zwetschgen- und Birnenbäume, Wiesenschlüsselblume, Herbstzeitlose, Silber-Fingerkraut, Schwarze-Königskerze, Wilder Majoran, Gold-Aster, Rapunzel-Glockenblume, die Kronwicke, kugeliger Lauch, kleiner Wiesenknopf und andere mehr.

Der Uhu brütet im nahegelegenen Steinbruch

Die Fläche ist nach Darstellung von „Naturefund“ reich strukturiert mit alten Obstbäumen, Halbtrockenrasen und von kleinen Gehölzen sowie Brombeer-Himbeer-Weißdorn und Schwarzdornhecken abgegrenzt. Die Lahn fließe nur rund 300 Meter entfernt. Zahlreiche seltene Schmetterlinge seien dort zu finden. Der Uhu brüte im angrenzenden Steinbruch und jage auf der Wiese. Der Bestand auf der Streuobstwiese in Steeden sei fast 60 Jahre alt. Etwa zehn Jahre sei sie als Weide genutzt worden. Diese Form der Nutzung verdränge viele seltene Arten. Der Arbeitskreis Limburg-Weilburg der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) habe 1996 diese Fläche pachten und diese naturnah pflegen können. Seitdem seien zahlreiche Arten zurückgekehrt.

Die Wiese solle aber jetzt verkauft werden. Um eine erneute Weidenutzung zu verhindern, wolle „Naturefund“ sie mit der HGON kaufen und damit dauerhaft schützen. Die HGON werde zukünftige Eigentümerin der Fläche. Zukünftig würden weitere alte Obstbaumarten gepflanzt, so Mispel und Speyerling. Dazu solle ein „Bienenhotel“ für Wildbienen eingerichtet sowie die alten Obstbäume gepflegt und erhalten werden. Die Wiese wird einmal im Jahr gemäht und nicht mehr gedüngt. Am 25. September wollen die Verbände das Projekt den Spitzen des Kreises und der Stadt Runkel vorstellen.

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