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Schutzgebiete schützen auch Menschenleben

Wirbelsturm Foto: Naturefund

Die Zerstörung von Küsten, Wäldern und Flusslandschaften sind wichtige Ursachen für die verheerenden Folgen aufgrund extremer Wetterereignisse. Hingegen können Schutzgebiete dazu beitragen, die Zahl der Opfer und Schäden durch Stürme oder Fluten deutlich zu verringern.

Zerstörte Landschaften

Liebe Leserin, lieber Leser,

Durch die Abholzung der Wälder kommt es zu gefährlichen Bodenerosionen und Schlammlawinen. Zerstörte Korallenriffe, Mangrovenwälder und Dünenlandschaften führen dazu, dass bei Stürmen und extrem hohen Wellen mehr Menschen sterben und mehr küstennahe Infrastruktur wie Häuser, Straßen oder Industrie zerstört wird. Dies geht aus einem neuen Report des WWF hervor.

Milliarden Menschen extremen Wetter ausgesetzt

Die Weltbank schätzt, dass mehr als 3,4 Milliarden Menschen den Risiken extremer Wetterereignisse ausgesetzt sind. In den letzten 50 Jahren haben sich die Folgen solcher Ereignisse verschärft. Ein Grund dafür ist der Verlust gesunder Ökosysteme.

So hat sich nach Angaben des WWF die Wucht der Wellen, die auf die Seychellen treffen, durch den Verlust von Riffen und Anstieg des Meeresspiegels verdoppelt. In den kommenden Jahren wird sich dieser Effekt weiter verstärken. Opferzahlen und Zerstörungen durch den Tsunami waren in den Küstengebieten geringer, wo Riffe und Mangrovenwälder bereits wirkungsvoll geschützt werden.

Elbeflut 2002 verursachte Schäden von 90 Mill. €

Das die Zerstörung von Ökosystemen teuer sein kann, zeigt sich an vielen Orten. Die Elbeflut von 2002 verursachte Schäden in Höhe von 90 Milliarden Euro, u. a. weil 80 Prozent der natürlichen Überflutungsflächen entlang der Elbe verloren sind. In der Mittelmeerregion führen Monokulturen wie Eukalyptusplantagen zu mehr und sich schneller ausbreitenden Waldbränden.

Natürlicher Katastrophenschutz zahlt sich aus

Der WWF-Report nennt auch positive Beispielen für einen natürlichen Katastrophenschutz. Die vietnamesische Gemeinden haben 1,1 Millionen US-Dollar in die Wiederaufforstung von Mangrovenwäldern investiert. Im Gegenzug sparten sie 7,3 Millionen US-Dollar für den Deichbau.

Während des Taifuns Wukong im Jahr 2000 hatten diese Gemeinden deutlich weniger Opfer und Zerstörungen zu beklagen als Nachbarregionen. Auch bei unseren direkten Nachbarn gibt es positive Beispiel. So schützt die Schweiz 17 Prozent ihrer Wälder, um der Lawinengefahr vorzubeugen.

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