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Säbelschnäbler

Säbelschnäbler mit Küken Foto: Jürgen Reich

Der Säbelschnäbler zählt mit seinem schwarzbunten Gefieder und dem gebogenen Schnabel zu den auffälligsten Watvögeln. Sein Bestand hat erfreulicherweise zugenommen, vor allem durch erfolgreichen Schutz seines Lebensraum.

Kontrastreicher Küstenvogel

Treffender hätte die Namensgebung dieses Vogels nicht sein können! Es ist der säbelförmig nach oben gebogene Schnabel, der die Art an unserer Küste unverwechselbar macht. In das klassische schwarz-weiße Federkleid gehüllt, ist diese grazil durch den Schlick schreitende Erscheinung auf dem Kirr anzutreffen.

Mit weit über 100 Säblerbrutpaaren beherbergen die Inseln Kirr und Oie etwa 84 % des gesamten Brutbestandes in Mecklenburg-Vorpommern.

Durch den Schlick geschnäbelt

Säbelschnäbler sind Nahrungsspezialisten. Sie sind auf das salzige Wasser der Bodden angewiesen. Schnellen Schrittes durch den Schlamm watend, durchpflügt der Säbler die obersten Flachwasserschichten mit pendelnden Bewegungen seines Schnabels.

So kann er aufgescheuchte kleine Krebse, Würmer und Insekten ertasten und schnappen. Ertragreicher ist der Fang, wenn sich die Säbelschnäbler in dichten Gruppen die Nahrung gegenseitig zutreiben.

Geselliger Bodenbrüter

Die störungsarme Küstenvogelinsel Kirr bietet nicht nur dem Säbelschnäbler ideale Bedingungen für die Brut und die Aufzucht der Jungen. Der gesellige Vogel brütet auf dem Kirr in lockeren Kolonien im Verband mit einer großen Lachmöwenkolonie, mit Austernfischern und Brandseeschwalben. Sie nisten auf den Salzweiden der Insel Kirr mit schlickigen flachen Tümpeln, Prielen und Uferzonen.

In eine flache Mulde am Boden legen die Säbelschnäbler vier, selten auch drei oder fünf Eier. Um das Gelege vor Hochwasser zu schützen, kann der Säbelschnäbler das Nest mit kleinen Ästchen „aufstocken“.

Aus der Trickkiste des Säbelschnäblers

Schon einen Tag nach dem Schlupf können die Jungvögel den Eltern hinterher watscheln, schwimmen und selbstständig nach Nahrung suchen. Die Brutpflege der Elternvögel beschränkt sich auf die Verteidigung des Territoriums.

Um Nesträuber vom Gelege und den Jungen zu vertreiben, „spielen“ die Säbelschnäbler dem Feind vor, dass sie verletzt sind und nicht mehr fliegen können. Der leichten Beute folgen hungrige Feinde bereitwillig. Erst in sicherer Entfernung beendet der Vogel das hinkende und krächzende Schauspiel. Dieses Verhalten wird auch als „verleiten“ bezeichnet.

Gefährdung

Die Brutplätze des Säbelschnäblers in Mecklenburg-Vorpommern liegen an der Südostgrenze des Brutgebietes im Ostseeraum. Ihrem Schutz kommt deshalb eine besondere Bedeutung zu. Dazu zählt der Erhalt ihres Lebensraums, dem Salzgrasland der Insel Kirr.

Außerdem muss unbedingt verhindert werden, dass vor allem Füchse die Gelege des bodenbrütenden Säblers nicht ausräubern.

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