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Meeresschildkröten-Tourismus

Meeresschildkröte Foto: Naturefund

Mit Meeresschildkröten-Tourismus lässt sich fast dreimal mehr Geld verdienen, als durch den Handel mit Schildpatt, Schildkrötenfleisch und -eiern. Der WWF rechnet aus, wie viel  mit lebenden Schildkröten verdient werden kann.

Schutz lukrativer als Jagd

Liebe Leserin, Lieber Leser,

In neun Gebieten, in denen die Tiere wegen ihres Fleisches und ihres Panzers gejagt und in denen ihre Gelege geplündert werden, verdient die Bevölkerung im Jahr durchschnittlich nur 582.000 US-Dollar an den tierischen Mitbewohnern.

In neun anderen Gebieten, in denen die imposanten Reptilien als Touristenattraktion genutzt werden, liegen die durchschnittlichen Einnahmen durch Übernachtungen, geführte Ausflüge und Beobachtungstouren, Gastronomie und Transportwesen bei rund 1,65 Millionen US-Dollar.

An erster Stelle steht der Tortuguero National Park ('Tortuga' ist das spanische Wort für Schildkröte) in Costa Rica, der sogar 6,7 Millionen Dollar jährlich erzielt. Mittlerweile kommen jedes Jahr 175.000 Menschen, um die Meeresschildkröten zu sehen.

Meeresschildkröte vom Menschen bedroht

Sechs der insgesamt sieben verschiedenen Meeresschildkröten-Arten sind bedroht, drei davon stehen vor dem Aussterben.

Der Handel mit Schildkrötenfleisch und Schildpatt und der Verzehr der Eier, die als Potenz steigernde Delikatesse gelten, sind nur zwei von vielen Gefahren, die ihnen durch die Menschen drohen.

Tausende von Meeresschildkröten verenden als Beifang

Jedes Jahr verenden rund 250.000 Meeresschildkröten als ungewollter Beifang bei der Fischerei nach Tun- und Schwertfischen.

Gleichzeitig dient nicht jede Art von Tourismus den Schildkröten: Viele Brutgebiete der Reptilien, die ihre Eier im schützenden Sand vergraben, werden vielerorts Opfer einer ungebremsten Strandbebauung.

Für den Schutz der Meeresschildkröten ist die Ausweisung von Schutzgebieten und die Entwicklung alternativer Fischfangmethoden wesentlich. Ökologisch angepasster Tourismus ist eine sinnvolle Unterstützung zur Rettung der selten gewordenen Tiere.

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