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Hornissen, so giftig wie eine Biene

Hornisse Foto: Markus Flath

In unserem Perlgras-Buchenwald leben Hornissen. Diese bis zu 4 cm große Wespenart bevorzugt warme, trockene bis mäßig feuchte, lichte Laubmischwälder sowie deren Umland, wo sie in hohlen Stämmen, Astlöchern oder Spechthöhlen nistet.

Natürliche Nistplätze sind selten geworden

Liebe Leserin, lieber Leser,

Die natürlichen Nistplätze für Hornissen werden immer seltener. Alte Bäume mit Asthöhlen oder Hohlräumen fehlen und so suchen sich die Hornissen oft in Schuppen oder Hausnischen einen Ersatz für ihre Nester.

Ein Hornissenvolk wird etwa ab Mitte Mai von einer einzelnen überwinterten Jungkönigin gegründet. Die ersten Arbeiterinnen schlüpfen gewöhnlich vier Wochen nach der Nestgründung.

Der Höhepunkt der Volksentwicklung wird in der Zeit zwischen Mitte August und Mitte September erreicht. Dann leben in den Hornissenstaaten im Durchschnitt 200 – 300 Tiere, nach einigen aufeinander folgenden heißen Sommern können es auch wesentlich mehr sein.

Bis zu 500 Gramm Insekten am Tag

Die Wabennester können eine Höhe von 50 – 70 cm und einen Durchmesser von 25 – 35 cm erreichen. Ausnahmefälle gibt es in sehr warmen Sommern mit optimaler Nahrungsversorgung der Brut, hier kann durchaus auch einmal ein Durchmesser von 1 m erreicht werden.

Die Nahrungsgrundlage besteht aus Insekten, wobei darunter auch sehr viele Forstschädlinge sind. Ein Volk kann bis zu 500 g Insekten am Tag verzehren.

Jungköniginnen schlüpfen im Spätsommer

Ab Ende August, Anfang September schlüpfen in den Völkern fast nur noch Geschlechtstiere, also Jungköniginnen und Drohnen. Diese fliegen nach und nach vom Nest ab und paaren sich außerhalb des Nestes.

Spätestens ab Mitte Oktober nehmen die Individuenzahlen in den Hornissennestern immer rascher ab, bis schließlich die Völker Ende Oktober, Anfang November zugrunde gehen.

Hornissen friedliebender als Wespen

Viele Menschen haben vor den Hornissen Angst, weil sie sich vor Stichen fürchten. Dabei sind Hornissen wesentlich friedliebender als Wespen. Nur wenn sie ihr Nest bedroht fühlen, werden sie angriffslustig.

Ein Hornissenstich ist nicht gefährlicher als ein Wespen- oder Bienenstich.

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