· Pressebericht BBC-News

Das Eis der Antarktis schmilzt schneller

Eisberg in der Antarktis Foto: Naturefund

Schneller als erwartet könnte der Meeresspiegel in den kommenden Jahren ansteigen. In London berichteten Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen auf einer internationalen Konferenz von einem dramatischen Eisverlust in der Antarktis.

Das Jahr 2100 rückt näher

Liebe Leserin, lieber Leser,

Noch vor wenigen Jahren bestand die Meinung, dass die Eisdecken am Nord- und Südpol aufgrund der Klimaveränderungen zunehmend schmelzen werden, und dass damit ab 2100 zu rechnen ist.

Doch diese Meinungen muss nun revidiert werden. Auf einer internationalen Klimakonferenz in London wurden neue Messungen vorgestellt. Demzufolge bricht die Eisdecke der Antarktis bereits heute deutlich schneller zusammen.

250 Kubikkilometer Eis rutschen jährlich ins Meer

Messungen haben ergeben, dass jedes Jahr in der Westantarktis 250 Kubikkilometer Eis vom Festland ins Meer rutschen. Diese Menge würde ausreichen, Zweidrittel der Bundesrepublik mit einer einen Meter hohen Eisschicht zu bedecken.

Darüber hinaus sind in den vergangenen Jahren mehrere riesige Stücke der antarktischen Eisdecke abgebrochen und ins Meer hinausgetrieben.

Meeresspiegel steigt bereits an

So hat sich 1995 das 1.600 Quadratkilometer große Larsen-A-Schelf von der Antarktis getrennt. 1998 folgte das Wilkins-Schelf mit 1.100 Quadratkilometern und 2002 das Larsen-B-Schelf mit 3.250 Quadratkilometern.

Der Meeresspiegel steigt bereits seit einigen Jahren um zwei Millimeter pro Jahr. Der gigantische Eisabfluss in der Westantarktis lässt den weltweiten Meeresspiegel nun jährlich weiter um ein Fünftel Millimeter steigen.

Mit größeren Auswirkungen ist zu rechnen

Die britische Regierung hat erstmals deutlich gesagt, dass mit 'größeren Auswirkungen' aufgrund der globalen Erwärmung in den kommenden 20 bis 30 Jahren zu rechnen sei.

Viele der vermutlich katastrophalen Folgen seien nicht mehr zu verhindern, da der Temperaturanstieg bereits 'Teil des Systems' ist. Diese Folgen bedrohen viele nur knapp über dem heutigen Meeresspiegel liegende Länder, wie zum Beispiel Bangladesch, aber auch Südengland.

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