Die Landwirtschaft von Morgen

Ackerrandstreifen mit unterschiedlichen Blumen neben einem landwirtschaftliche bestellten Acker
Ackerrandstreifen
Foto: Naturefund

Naturefund startete im November 2019 einen partizipativen Prozess zum Thema "Die Landwirtschaft von Morgen". Im Worldcafé-Format entwickeln wir gemeinsam mit Bauernfamilien, Bürgern und Bürgerinnen Vorschläge für eine Agrarpolitik der Zukunft.

Partizipativer Prozess zur (EU-) Agrarpolitik

Der dramatische Rückgang der Insekten und Vögel, die Verschmutzung des Grundwassers und zwei sehr heiße und trockene Sommer zeigen deutlich, dass Veränderungen im Gange sind, auf welche die Politik, aber auch die Zivilgesellschaft Antworten finden müssen. Die Landwirtschaft ist besonders stark davon betroffen und zugleich ist sie ein Mit-Verursacher und Mit-Gestalter dieses Wandels. 

Die Europäische Union fördert mit dem Förderinstrument "Common Agricultural Policy" (CAP) und etwa 50 Mrd. € die Landwirtschaft in Europa. CAP hat großen Einfluss auf die Land(wirt-)schaft und die natürlichen Lebensräume der EU. In den letzten Förderperioden lag der Fokus insbesondere auf Effizienzsteigerung in der Agrar- und Forstwirtschaft. Dies führte zu einer Landwirtschaft mit Monokultur, hohem Pestizideinsatz, Massentierhaltung und auch dem Verlust der Artenvielfalt, allen voran den Insekten und Kleinstlebewesen.

Lobbygruppen wie der Bauernverband, die Lebensmittelindustrie u. a. haben dabei großen Einfluss auf die Gestaltung von CAP. Da die nächste CAP-Periode (2021-2027) gerade vorbereitet wird, möchte Naturefund hier mehr Transparenz schaffen. Dazu bereitet Naturefund aktuell einen partizipativen Prozess vor, um mit Bauern und Bäuerinnen, Bürgern und Bürgerinnen, Schülern und Schülerinnen und all den vielen Menschen, die von EU-Agrarpolitik betroffen sind, über die vergangene und die zukünftige EU-Agrarpolitik zu diskutieren und ggf. Ideen, Vorschläge und Visionen für die Landwirtschaft von morgen zu entwickeln.

Naturefund hat daher im November 2019 mit einem partizipativen Prozess gestartet, um mit Interessierten aus verschiedenen Bereichen über neue Wege in der Landwirtschaft nachzudenken. Wie muss eine Landwirtschaft von Morgen aussehen, um Bauernfamilien, den Bürgern und Bürgerinnen, der Vielfalt von Tieren und Pflanzen ein gutes und gesundes Leben zu ermöglichen?

Ziele der Veranstaltung 

Zum einen geht es um die Information, welche Auswirkungen die Agrarreform hat und welche Möglichkeiten der Einflussnahme auf Gestaltungsprozesse bestehen. Zum anderen sollen in dem Prozess die Gedanken und Ansätze aufgenommen werden, die für die Bauernfamilien und für die Menschen einer Region wichtig sind.

In Form eines Weltcafés wird dabei in Kleingruppen zu einzelnen Themenbereichen diskutiert und es werden Ideen gesammelt, die zu einer besseren EU-Agrarreform beitragen können. Wie könnte und wie muss eine Landwirtschaft von Morgen aussehen, damit die Bauernfamilien ein gutes Auskommen haben und zugleich die Grundlagen des Lebens und unserer Heimat erhalten bleiben? Was muss sich in der nationalen und auch europäischen Agrarpolitik ändern, damit wir eine Zukunft mit gesunder Nahrung, intaktem Boden, artenreichen Landschaften und stabilen Ökosystemen haben?

Abschließend werden Vorschläge formuliert, die dann direkt an die enstprechenden Kommissionen weitergeleitet werden. Es ist ein Zeichen gelebter Demokratie: Wir denken selbst, wir handeln selbst und wollen die uns betreffenden Gesetze mitbestimmen. 

Warum geht uns die EU-Agrarreform etwas an? 

Die EU-Agrarreform beinflusst neben der Landschaft auch das direkte Einkommen der Bauernfamilien und erzeugt gleichzeitig eine überbordene Bürokratie, die oft mehr Arbeit als Nutzen schafft. Zudem bestimmt die EU-Agrarpolitik, wie unsere Umwelt in den nächsten Jahrzehnten aussehen wird.

Somit geht die Reform jeden von uns etwas an. Wir alle wollen eine intakte Umwelt, Vielfalt von Tieren und Pflanzen sowie gesunde, qualitative hochwertige Lebensmittel. 

Die ersten Events fanden in Elsfleth, Niedersachsen, Frankfurt, Hessen sowie Fuerteventura, Spanien statt. Weitere Events sind in Rumänien, Vilmar, Hessen und den Niederlanden geplant, wurden aber erst einmal verschoben.

Die ersten drei Veranstaltungen hatten folgende Ergebnisse

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