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Zahl der Extremwetterphänomene um bis zu Fünffaches gestiegen

Fluss tritt über die Ufer

Eine aktuelle Studie der Weltwetterorganisation zeigt: In den vergangenen 50 Jahren ist das Auftreten von Extremwetterereignissen wie Stürmen, Dürren oder Überschwemmungen weltweit stark angestiegen. 

Extremwetter beeinträchtigt Gesundheit sowie die soziale Entwicklung

Die Auswirkungen von wetter-, klima- und wasserbedingten Gefahren beeinträchtigen laut Studie der Weltwetterorganisation der Vereinten Nationen in großem Maß die Gesundheit von Menschen sowie die wirtschaftliche und soziale Entwicklung weltweit. In die Studie einbezogen wurden Daten über Katastrophen im Zusammenhang mit verschiedenen Arten von Naturgefahren. Die betrachteten Katastrophen teilen sich in sechs Kategorien auf, wobei die ersten drei als durch den Menschen beeinflussbar verstanden werden können: 

  • meteorologisch (z.B. Stürme oder extreme Temperaturen)
  • klimatologisch (z.B. Dürren oder Brände)
  • hydrologisch (z.B. Überschwemmungen oder Erdrutsche)
  • biologisch (z.B. Seuchen oder Epidemien)
  • extraterrestrisch (z.B. der Einschlag von Meteoriten)
  • geophysikalisch (z.B. Erdbeben oder Vulkanausbrüche)

Extremes Wetter wird in Folge des Klimawandels weiter zunehmen

Laut der erhobenen Daten wurden zwischen 1970 bis 2019 rund 11.000 Katastrophen gemeldet, welche auf durch den Menschen verursachte oder begünstigte Naturkatastrophen zurückzuführen sind. Dabei kamen mehr als zwei Millionen Menschen ums Leben und Schäden von rund 3,6 Billionen Dollar entstanden. Entwicklungsländer haben dabei die größte Anzahl an Todesopfern zu verzeichnen: 90 Prozent der Opfer stammen aus diesen Staaten.

Dabei treten deutlich häufiger wetter- oder klimabedingte Katastrophen auf, die als extrem eingestuft werden: In den 2000er und 2010er Jahren waren es vier bis fünf Mal so viele wie noch in den 70er Jahren, welche sieben Mal so hohe Schäden anrichteten. So gab es in den 1970er Jahren 711 Extremwetterereignisse, in den 2010er-Jahren lag der Wert hingegen schon bei 3.165 wetterbedingten Katastrophen. Stürme und Überschwemmungen machten knapp 80 Prozent der Katastrophen aus.

In der Studie warnt die Weltwetterorganisation, dass solche Extremwetter in Zukunft noch häufiger auftreten werden. So würden, insbesondere bedingt durch den Klimawandel und der damit einhergehenden Erderwärmung, in Zukunft deutlich häufiger extreme Wetterereignisse wie Hitzewellen oder Starkregen drohen.

Hier geht es zum Bericht der WMO

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