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Pflanzenkohle im Dynamischen Agroforst: Ergebnisse 2020

Vielfalt im Dynamischen Agroforst
Foto: Naturefund

Naturefund ist ein gemeinnütziger Naturschutzverein mit internationalen Projekten und forstet seit 2015 in verschiedenen Projekten mit der Methode des Dynamischen Agroforst auf. Diese Methode wird seit 2017 durch den Einsatz von Pflanzenkohle ergänzt.

Versuchsreihe startete im Jahr 2018

Die Methode des Dynamischen Agroforsts wird seit 2017 durch den Einsatz von Pflanzenkohle, sowohl in internationalen Projekten als auch auf dem Versuchsacker von Naturefund in Wiesbaden-Erbenheim, ergänzt. Dort wurden fünf Agroforstreihen von jeweils 100 Meter Länge und 2-3 Meter Breite auf dem Acker aufgebaut. Im Jahr 2018 hat Naturefund einen Versuch mit dem Ziel begonnen, die Wirksamkeit der Pflanzenkohle und deren Auswirkungen auf den Bodenbau zu beobachten. Dafür wurde getestet, wie sich sechs verschiedene Bodenvariationen auf die Dichte, die Größe und die Vielfalt des Pflanzenwachstums auswirken. Die folgenden sechs Versuchsvariationen wurden angelegt: 1) keine Bodenbearbeitung, 2) rohe Pflanzenkohle, 3) imprägnierte Pflanzenkohle, 4) Kompost, 5) Kompost und imprägnierte Kohle, 6) Kompost und rohe Kohle.

Nachdem im Jahr 2018 in den Versuchsreihen Pflanzenkohle ausgebracht wurde, konnten bereits im Jahr 2019 erste Veränderungen des Bodens ausgemacht werden: er verwandelte sich in einen feuchten Boden mit bereits sichtbaren Humusaufbau, ist reich an Lebewesen. Die ersten Ergebnisse aus dem Jahr 2018 zeigten die Tendenz, dass Größe und Dichte von der Beigabe von Kompost beeinflusst wird, während die Vielfalt der aufwachsenden Mischsaat positiv auf die Beigabe von Pflanzenkohle reagiert.

Pflanzenkohle wirkt sich positiv auf Vielfalt und Wachstum der Pflanzen aus

Diese Ergebnisse konnten zum Abschluss der ersten Projektphase im Jahr 2020 bestätigt werden. So wirkte sich insbesondere die Zugabe von Kompost und dem Mix aus Kompost und imprägnierter sowie roher Kohle positiv auf die Dichte und die Größe der Pflanzen aus. Auch die Vielfalt der Pflanzen reagierte positiv auf die Beigabe von Pflanzenkohle: Sowohl die rohe Kohle als auch die imprägnierte Kohle erreichte bei dem Versuch die höchste Vielfalt, wobei die imprägnierte Kohle auch die geringsten Ausfälle aufwies. Abschließend kann also gesagt werden, dass sich die Pflanzenkohle sowie der Humus positiv auf die Vielfalt sowie das Wachstum der Pflanzen auswirkt. Diese Auswirkungen sind wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass sich durch die Zugabe von Humus und Pflanzenkohle mehr Bodenorganismen und Mykorrhiza im Boden befinden.

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