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Hochlandregenwald in Afrika

Mit Regenwald grün bewachsene Berge erstrecken sich in den Himmel
Madagaskar
Foto: Naturefund

Eine aktuelle Studie zeigt: Bergwälder in Afrika mit einer Höhe von über 1.000 Metern über dem Meeresspiegel speichern mehr Kohlenstoff, als bisher angenommen. 

Afrikanischer Hochlandregenwald absorbiert große Mengen CO2

Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales Forscherteam, nachdem es Messungen an über 72.000 Bäumen in zwölf afrikanischen Staaten durchgeführt hat. Laut Ergebnis sollen pro Hektar Hochlandregenwald 149,4 Tonnen CO2 aufgenommen werden. Das Kohlenstoffspeichervermögen der afrikanischen tropischen Bergwälder ist damit laut Studie höher als das der tropischen Bergwälder in Südostasien und der tropischen Wälder in Flachland- und Bergregionen in Amerika.

Bisher ging die Forschung, so beispielsweise der Sachstandsbericht des Weltklimarats IPCC vom Jahr 2015, von einer Aufnahme von 89,3 Tonnen CO2 pro Hektar Wald aus. Tropische Wälder in einer Höhe von mehr als 1.000 Metern würden somit weniger Kohlenstoff speichern als Tieflandregenwälder. Als Grund wurde die mit der Höhe abnehmende Temperatur, tiefer hängende Wolken, Staunässe im Boden sowie nährstoffärmere Böden und die damit einhergehende geringere Biomasse genannt. 

Aber was genau zeichnet Hochlandregenwälder eigentlich aus? 

Nebelverhangene Baumriesen überzogen mit Moos und Farnen und einem dichten Unterwuchs – so in etwa kann man sich die Bergregenwälder vorstellen. Üblicherweise spricht man ab einer Höhe von circa 1.200 Metern über dem Meeresspiegel von Bergregenwald, darunter von Tieflandregenwald. Die Bergregenwälder kommen hauptsächlich in Mittel- und Südamerika sowie Südostasien vor, Afrika beherbergt hingegen nur vereinzelt Regenwälder dieser Art.

Gekennzeichnet werden kann der Bergregenwald im Vergleich zum Tieflandregenwald mit kühleren Temperaturen sowie höherem Niederschlag. Geht der Tieflandregenwald in tropisches Bergland über, weichen die Baumriesen der Tieflandregenwälder nach und nach weniger hohen Bäumen von etwa 20 bis 40 Metern. Die Stämme und Zweige der Bäume werden knorriger, die Baumkronen kompakter, die Blätter der Bäume kleiner und dicker und der Unterwuchs unter den Bäumen wird immer dichter. Kletterpflanzen wie Lianen nehmen zu, genauso Farne, Moose und andere Epiphyten, sogenannte Aufsitzerpflanzen, wie beispielsweise Orchideen. Eine weitere Besonderheit: Bergregenwälder zeichnen sich im Gegensatz zu Tieflandregenwälder durch eine höhere Dynamik in ihrer Pflanzenzusammensetzung aus sowie durch eine Anpassung der Pflanzen, um den Nebel, der in den Bergen wabert, als Wasserquelle zu nutzen. So gibt es neben trichterförmigen Pflanzen beispielsweise auch solche mit Saugschuppen. 

Gegeben dieser Informationen verwundert es nicht, dass auch die Hochlandregenwälder über eine enorme Biodiversität verfügen. Dass die tropischen Regenwälder ein immenses Artenreichtum aufweisen, ist zwar kein Geheimnis – so liegen alle fünf Megadiversitätszentren der Erde in feuchttropischen Gebieten -  allerdings übertreffen die Bergregenwälder die Tieflandregenwälder häufig noch im Hinblick auf ihre Biodiversität.

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