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Griechenland brennt wieder

Jährlich 50.000 Brände im Mittelmeerraum<br/>Foto: Naturefund

Die aktuellen Waldbrände in Griechenland wüten so verheerend wie noch nie. Griechenland hat aus dem Katastrophensommer 2007 wohl kaum etwas gelernt.

Dringend benötigten Maßnahmen nicht umgesetzt

So war es nur eine Frage der Zeit, wann die ersten Brände in Griechenland wieder auflodern. Wie vor zwei Jahren ist die Ursache in vielen Fällen fahrlässige, mitunter auch vorsätzliche Brandstiftung. Gerade in Zeiten großer Hitze und Trockenheit begünstigen zusätzlich die starken Sommerwinde die Ausbreitung und das erneute Entfachen der Brände.

Nach Brand folgt Beton

Ein für Griechenland spezielles Problem ist die Landflucht. Seit vielen Jahren zieht es die junge Bevölkerung vom Land in die Stadt, wodurch die ländlichen Regionen weniger bewirtschaftet werden. Ungeklärte Eigentumsverhältnisse fördern dabei kriminelle Praktiken, wie z.B. Brandstiftung. Da oftmals nicht klar ist, wem abgebrannter Grund gehört, kann diese Rechtsunsicherheit dazu führen, dass Baugenehmigungen für diese Flächen sehr freizügig ausgesprochen werden. Hier hat die griechische Regierung verpasst, ein Bebauungsverbot für Flächen zu erlassen, die durch Waldbrände frei geworden sind.

Verschärft werden die Brände durch schlecht organisierten Löscharbeiten. Es gibt viel zu wenig Hydranten oder andere Wasserzugänge. Es gibt kaum Karten von Gegenden, die besonders von Bränden bedroht sind. Ebenso wurden viel zu wenig Brandschneisen geschlagen.

Waldbrandgefahr nimmt zu

Allein im Mittelmeerraum hat sich die durchschnittliche, jährliche Waldbrandfläche seit den 1960er Jahren vervierfacht. In den kommenden Jahre wird eine weitere Verschärfung der Situation erwartet. Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass bis zur Mitte dieses Jahrhunderts Waldbrände nicht nur im Sommer, sondern ganzjährig auftreten werden. Bereits heute müssen 50.000 Brände jährlich allein in Portugal, Spanien, Italien und Griechenland gelöscht werden.

Die Feuer in Südeuropa wirken sich indirekt auch auf uns aus. Obwohl die Rauchfahnen, die gefährliche Rußpartikel enthalten, Deutschland nicht erreichen, haben die Brände weltweite Auswirkungen: Sie erhöhen den CO2-Gehalt in der Atmosphäre und - weniger Wälder nehmen auch weniger Kohlendioxid auf.

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