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Gefallenes Laub – alles andere als eine lästige Nebenwirkung des Herbstes

Buntes Herbstlaub
Photo: Pixabay

Der Herbst – die Bäume verlieren ihre Blätter und diese liegen überall herum. Der ein oder andere mag das als lästig empfinden, doch die Laubhaufen haben eine wichtige Bedeutung für Tiere und Pflanzen. Und auch für den Menschen können sie sehr nützlich sein.

Lebensraum Laub

Im Herbst beginnt zum Beispiel für den Igel die Suche nach seinem Winterquartier. Laubhaufen und Laubschichten bieten einen notwendigen Unterschlupf für viele Kleinlebewesen, Schmetterlings-Larven, Regenwürmer, Käfer, Spinnen, Raupen und Molche. Die Insekten im Laubhaufen sind eine unersetzliche Nahrungsquelle für Vögel.

Nach dem Winter bietet der Laubhaufen Millionen von Insekten, Vögeln wie dem Zaunkönig und dem Rotkehlchen, der Erdkröte oder der Spitzmaus weiterhin auch im Frühling ein zu Hause.

Laubbläser und Laubsauger – nicht nur laut und anstrengend sondern auch gefährlich für Pflanzen und Tiere

In Gärten und auf Beeten kann das Laub liegen bleiben, doch die Gehwege, Straßen und Parkanlagen müssen geräumt werden. Hier kommen die lauten Laubbläser und Laubsauger zum Einsatz. Doch sie belasten mit dem Lärm von über 100 Dezibel nicht nur die Nachbarschaft. Die Luft, mit der der Laubbläser die Blätter wegschleudert, hat eine Geschwindigkeit von 220Km/h. Dem kann kein Igel und schon gar kein Insekt Stand halten. Bei Laubsaugern werden das Laub und die darin lebenden Tiere nicht nur beseitigt, sondern auch gehäckselt.

Anstatt mit den Maschinen den Tieren ihre Lebensgrundlage zu nehmen und dabei einen unglaublichen Lärm und gesundheitsschädliche Abgase zu produzieren, könnte man mit Besen und Rechen deutlich schonender für Umwelt und Anwohner das Laub beseitigen. Förderlich ist auch, anstatt sterile Parkanlagen zu schaffen, an der ein oder anderen Stelle einen Laubhaufen für die Tiere liegen zu lassen.

Hier noch ein paar Tipps, wie man das Laub nutzen kann

Das Herbstlaub schützt auch Pflanzen vor Kälte, Nässe und Wind. Verteilt man um die empfindlichen mehrjährigen Pflanzen ausreichend Laub, erhalten sie einen natürlichen Frostschutz.

Lässt man es auf dem Boden liegen oder verteilt es auf Beeten als Mulchmaterial, zersetzen sich die Blätter im Laufe der Zeit und es bildet sich eine nährstoffreiche Schicht – die Humusschicht. Laub als Mulch ist eine optimale Vorbereitung des Bodens für den Frühling. Das Laub verrottet sehr langsam, somit muss die Mulchschicht nur selten erneuert werden. Die Nährstoffe im Boden können wieder von Pflanzen aufgenommen werden und regen somit das Wachstum an.

Außerdem kann das Laub auch als Kompost angelegt werden, der im nächsten Jahr zur Verbesserung der Bodenstruktur beiträgt. Laubkompost dient auch als nährstoffreiche Anzuchterde für Jungpflanzen.

 

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