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Fünf unterschätzte Umweltgefahren

Der Permafrost taut auf...
Photo: Pixabay

Im Frontiers Report 2018/2019 warnt die UNEP vor den bisher unterschätzten Umweltgefahren, die in den nächsten Jahren auf uns zu kommen können. 

Der Klimawandel ist mittlerweile zu einem ständigen Thema in den Medien geworden. Neue Forschungen zeigen immer deutlicher, welche Auswirkungen die globale Erderwärmung auf den Planeten hat. Aber nicht nur der Klimawandel wirkt sich auf die Umwelt aus, auch andere Entwicklungen bedrohen die Natur. Der neue Frontiers 2018/2019 Bericht der UNEP (United Nations Environment Programme) zeigt welche Gefahren sich in den nächsten Jahren entwickeln werden. 

Synthetische Biologie

Die synthetische Biologie ist eine Weiterentwicklung der modernen Biotechnologie. Sie kombiniert Wissenschaft mit Technologie, um das Verständnis, die Konstruktion, die Neugestaltung, die Herstellung und / oder die Modifizierung von genetischem Material, lebenden Organismen und biologischen Systemen zu erleichtern und zu beschleunigen. 
Das heißt, dass Organismen gentechnisch verändert werden um Krankheitsüberträger auszurotten, invasive Arten zu eliminieren und bedrohten Pflanzen und Tieren Resilienz zu verleihen. Jedoch kann die Freisetzung solcher Organismen erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem haben. Der Missbrauch dieser Technologien und die Nichtberücksichtigung unbeabsichtigter Folgen könnten zu irreversiblen Umweltschäden führen und erhebliche geopolitische Bedrohungen darstellen.

Ökologische Verbundenheit - Eine Brücke zum Erhalt der Biodiversität

Die Natur war vor 150 Jahren beinahe grenzenlos, doch heute durchziehen Straßen die Landschaft. Die Fragmentierung und Eingrenzung der Natur und die Regelung von Wasserläufen hat massive Auswirkungen auf das natürliche Leben: eine Verringerung des gesamten Lebensraums und der Qualität, eine verstärkte Isolierung von kleinen Lebensraumabschnitten und eine erhöhte Störung, die mit künstlichen Grenzen von Lebensraumfragmenten verbunden ist. 
Der Austausch von Populationen über diese Grenzen hinaus fällt zunehmend schwerer.

Permafrostböden tauen auf

Unter der Eisdecke der dauerhaft gefrorenen Böden der nördlichsten Polargebiete wird fast die Hälfte des weltweiten organischen Kohlenstoffs gespeichert. Die arktischen und subarktischen Moore mit einer Torfschicht von mehr als 40 Zentimetern erstrecken sich über ein Gebiet von circa 1,4 Millionen Quadratkilometer und noch ein größeres Gebiet mit flacheren Torfschichten. 
Das Problem, die Arktis erwärmt sich fast doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt und der Permafrost schmilzt. In den letzten Jahrzehnten sind die südlichen Permafrostgrenzen um 30 bis 80 km nach Norden zurückgegangen, ein deutlicher Verlust. 
Wenn der Boden auftaut wird automatisch das darin gespeicherte CO2 und Methan freigesetzt. Dies würde die globale Erwärmung noch stärker beschleunigen. 

Überschüssiger Stickstoff

Die massive und steigende Produktion von Stickstoff führt zu einer erheblichen Verschlechterung der Luftqualität, zur Verschlechterung der terrestrischen und aquatischen Umwelt, zur Verschärfung des Klimawandels und zum Abbau der Ozonschicht. Auch wenn das Problem schon seit Jahren bekannt ist und im Bericht der UNEP 2014 umfangreich erläutert wurde, haben die bisherigen Anstrengungen keine ausreichende Wirkung gezeigt. 

Fehlanpassung an den Klimawandel

Durch steigende Meeresspiegel, häufigere Dürreperioden oder Wetterextreme sind Anpassungen an den Klimawandel unumgänglich. Doch manchmal sind diese Anpassungen kontraproduktiv. Diese Fehlanpassungen „...sind Maßnahmen, die die Treibhausgasemissionen erhöhen, die Schwächsten überproportional belasten, hohe Opportunitätskosten verursachen, Anreize zur Anpassung verringern oder Wege festlegen, die die Auswahlmöglichkeiten für zukünftige Generationen einschränken.“
In Bangladesch wurden Deiche und Straßen in Gegenden gebaut, die 2050 sicher unter Wasser stehen werden. Dennoch ziehen durch diese Fehlmaßnahmen mehr Menschen in diese Gegenden als in das sichere Landesinnere. In Australien wird die Energiegewinnung aus Kohle verstärkt, um die Klimaanlagen besser betreiben zu können, mehr Kohlekraft führt zu mehr Emissionen und dazu zu steigenden Temperaturen. Wiederkehrende Dürreperioden zwangen 70% der armen somalischen Hirten zur Holzkohleproduktion, was zur Rodung von Wäldern führte, die die Wüstenbildung beschleunigten und die Verwundbarkeit verstärkten. 

 

Den gesamten Bericht finden Sie hier.

 

Was nun? 

Die hier betrachteten Umweltprobleme zeigen nur einen Bruchteil der durch menschliches Handeln verursachten Gefahren. Naturefund setzt sich dafür ein, dass die einzigartigen Lebensräume des Planeten erhalten bleiben und der Klimawandel durch Aufforstung gestoppt wird. 

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