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Die Jagd nach dem Duft

Moschustier Foto: F. Spangenberg

Sein unvergleichlicher Duft wird dem scheuen Moschustier zum Verhängnis. Die Parfümindustire verwendet kaum noch echten Moschus als Duftstoff. Doch die boomenden asiatischen Märkte halten trotz aller Entwicklung an alten Traditionen fest, die für die Natur zum Verhängnis werden.

Wertvolles Moschus

Liebe Leserin, lieber Leser,

Mittlerweile geht man davon aus, dass fünfmal mehr Tiere durch illegale Wilderer geschossen werden, als legal erlaubt ist.

Kein Wunder bei den Schwarzmarktpreisen: Für ein Kilogramm Moschus werden in Südkorea bis zu 36.000 € gezahlt. Für die gleiche Menge Gold erhält man zurzeit weniger als ein Drittel.

Nur männliche Tiere besitzen das Mochus

Dabei ist das Moschustier nachtaktiv und äußerst scheu. Es lebt in riesigen Gebieten verstreut und kommt hauptsächlich in Russland und der Mongolei vor. Doch der hohe Preis treibt die Wilderer an und so sterben viele Tiere in ihren unzähligen Fallen.

Nur jedes vierte Tier ist jedoch ein Männchen und damit brauchbar für die Wilderer. Gut Zweidrittel sind Weibchen und Jungtiere, die völlig sinnlos in den Schlingen elendig verenden.

Viele Anzeichen deuten darauf hin, dass ihr Bestand in beiden Ländern drastisch abgenommen hat - in einigen Gebieten auf ein Fünftel innerhalb von zwanzig bis dreißig Jahren. Mittlerweile steht das Sibirische Moschustier auf der Roten Liste der bedrohten Arten und wird als gefährdet eingestuft.

Vier wichtige Schutzmaßnahmen für das Moschustier

Der WWF empfiehlt daher zum Schutz des Moschustieres:

  1. Eine genaue Bestandszählungen, damit die Jagd in 'moschus-reichen' Gebieten stattfindet und so die Bevölkerung ihr Einkommen sichert und gleichzeitig der Bestand der Moschustiere erhalten bleibt.
  2. Härtere Strafen für Wilderer, schärfere Kontrollen sowie mehr Anreize und Prämien für legale Jäger.
  3. Entwicklung verbesserter Jagdmethoden, damit ausschließlich ausgewachsene männliche Tiere lebendig gefangen werden, denn nur sie liefern das begehrte Drüsensekret.
  4. Einsatz von Spürhunden und Training von Zollbeamten, um den Grenzschmuggel einzudämmen.

Anstelle eine Geweihs, haben die Moschustiere verlängerte untere Eckzähne, die bis zu zehn Zentimeter lang werden können und weit unter der Oberlippe hervorlugen.

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