Der Wisent zurück in Deutschland

Wisent im Januar 2020
Foto: Celine Werner

Vor sechs Jahren wurden acht Wisente im Rothaargebirge frei gelassen. Die Tiere fühlen sich wohl und sind gesund. Die Herde ist mittlerweile auf rund 25 Wisente angewachsen. Naturefund unterstützt das Projekt seit Anfang 2020.

Naturefund ist seit Anfang 2020 neuer Partner der Wisent-Welt

Noch vor einigen Jahrhunderten war der Wisent in Europa weit verbreitet und besiedelte auch einen großen Teil der deutschen Wälder. Doch seit Anfang des 20. Jahrhunderts gelten die, mit dem amerikanischen Bison verwandten, Wisente in freier Wildbahn als ausgerottet. Der Verein Wisent-Welt-Wittgenstein hat sich zum Ziel gesetzt Europas größtes Wildtier zurück nach Deutschland zu holen und setzte Anfang 2013 die ersten acht Tiere im Rothaargebirge aus.

Mit Erfolg, denn die Tiere haben sich gut angepasst und die Herde ist mittlerweile auf rund 25 gesunde Tiere angewachsen. Naturefund ist seit Anfang des Jahres offizieller Partner und unterstützt das Projekt zukünftig in mehrfacher Hinsicht: Mit 50.000 Euro bekommt das Projekt einen großen finanziellen Zuschuss, aber auch inhaltlich wird es eine enge Zusammenarbeit geben.

Der Wisent als Förderer von Artenvielfalt und Klimaschutz

Neben dem Ziel, den Wisent vor dem Aussterben zu schützen, ist das große Wildtier auch ein interessantes Forschungsobjekt: Die frei umherziehenden Wisente fördern die Biodiversität von Waldökosystemen und unterstützen dadurch wahrscheinlich auch die natürlichen Anpassungsmechanismen von Wäldern an den Klimawandel. Da sich die Tiere im Rothaargebirge in einem etwa 6.000 ha großen Gebiet frei bewegen, transportieren sie in ihrem Fell oder auch im Dung zahlreiche Pollen und Samen mit sich. Dadurch wird die Artenvielfalt erhöht und je artenreicher ein Ökosystem ist, um so stabiler ist es bei klimatischen Veränderungen.

Die Wisente fördern die Artenvielfalt auch auf andere Weise. Dort, wo große Grasfresser wie Wisente ganzjährig weiden können, entsteht ein Vielzahl von kleinteiligen Biotopen. Mit ihren Hufen, ihrer Arten zu grasen, aber auch ihrem Dung schaffen sie Lebensraum für zahlreiche Insekten, wovon wiederum Vögel und Fledermäuse profitieren.

Verschiedene Universitäten und freie Forschergruppen untersuchen bereits verschiedene Fragestellungen des gesamten Artenschutzprojektes, wie z. B.: Wie entwickelt sich die Herdenstruktur? Wann sind die Tiere aktiv? Welchen Nutzen schaffen Wisente für das Waldökosystem und das Klima u. v. m.?

Helfen Sie uns dabei, die freilebende Wisente in Deutschland zu fördern. Mit 10 € sichern sind 20 m² Wildnis für die Wisente:
 

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