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Die Brutsaison beginnt

Die Rotohr-Aras kehren aus ihren Winterquatieren zurück.<br/>Foto: Asociación Armonia

In Bolivien ist jetzt Sommer und die Rotohr-Papageien kehren gerade zurück aus Ihren Winterquartieren in den Tiefebenen und versammeln sich an den Brutfelsen nahe der Gemeinde Perereta. 

Papageien mit Sendern wieder eingetroffen

Liebe Patin, lieber Pate,

Die Brutsaison hat sich dieses Jahr etwas verschoben, vielleicht weil sich auch der Beginn der Regenzeit verzögert hat. Einige Rotohr-Papageien blieben vermutlich deswegen länger in ihren Winterquartieren in der Pampa Grande als normalerweise.

Doch einige kamen schon Anfang Januar in Perereta an. Darunter waren drei Papageien, die das Team der Asociación Armonia vergangenes Jahr mit kleinen Sendern ausgestattet hatte. Diese drei Vögel werden nun die ganze Brutsaison über beobachtet, denn sie können wertvolle Daten über das Verhalten und vor allem auch über die Fressgewohnheiten der Vögel liefern, die zum Teil immer noch unbekannt sind.

Währenddessen sind die Menschen in den umliegenden Dörfern sehr aktiv. Jetzt im Sommer wird geerntet und auch gleich wieder gesät. Die Bauern haben gerade Mais, Tomaten und auch Zwiebeln geerntet und werden nun bald beginnen, die Erde für Anis und Kartoffeln vorzubereiten.

Honigproduktion hilft die Papageien schützen

Ein anderes wichtiges Element für den Schutz des Rotohr-Papageis ist das Honigprojekt der Asociación Armonia. Dabei sind die Gemeinden Perereta, San Carlos und Amaya beteiligt. Perereta und Amaya konnten im letzten Jahr sehr erfolgreich Honig produzieren. Mit den Einnahmen aus dem Verkauf des Honigs, den sie im Jahr 2008 verkauften, konnten sie bereits den Kredit zurückzahlen, den sie für die erste Ausrüstung aufgenommen hatten, wie z. B. für die Bienenstöcke, ein paar Bienenvölker und einfache Schutzkleidung.

Bienenstöcke nahe der Schutzgebiete

In San Carlos war die Bienenproduktion leider nicht so erfolgreich. Wahrscheinlich lag es daran, weil sie dort die Bienenstöcke sehr nah an Feldern aufstellten, die exzessiv mit Pestiziden und Düngemitteln besprüht wurden. Der Plan für das Jahr 2009 ist nun, die Bienenstöcke näher an das bereits bestehende kleine Schutzgebiet nahe der Brutfelsen zu rücken, und zu schauen, ob sich dadurch die Honigproduktion steigern lässt.

Sollte die Honigproduktion bei den Schutzgebiete tatsächlich erfolgreicher sein als in der Nähe der pestizidverseuchten Felder, wäre dies ein wichtiger Vorteil für die Menschen und damit auch ein Hinweis, dass sie vom Schutz der Papageien profitieren können. Zudem würde dies noch einmal mehr die Akzeptanz für das Landkaufprojekt mit Naturefund stärken, denn durch die geplanten 110 Hektar würde sich die Schutzfläche fast vervierfachen.

Weniger Pestizide bedeutet Schutz 

In den kommenden Jahren wird nun die Herausforderung sein, gemeinsam mit den Gemeinden neue Strategien zu entwickeln, damit sie ihren Honig noch besser verkaufen können. Gleichzeitig soll dabei der Einsatz der Pestizide verringert werden. Die Pestizide schaden nicht nur den Bienen, sondern auch den Rotohr-Aras, der Umwelt überhaupt und der Gesundheit der Menschen, also im Grunde allen. Die gute Nachricht ist, dass bereits in diesem Jahr die drei Gemeinden die Ausrüstung und das Know-how zusammen haben. Dieses Jahr können sie nun richtig mit der Honigproduktion loslegen und das wird helfen, ein weiteres, kleines Einkommen zu generieren, um die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

Herzliche Grüße
Ihr Naturefund-Team

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