Ein Trockenwald für die Rotohr-Papageien

Rotohr-Papagei Foto: Milenuisz Spanowicz
Rotohr-Papagei
Foto: Milenuisz Spanowicz

Naturefund hat zusammen mit der Asociación Armonia 120.000 m² im Hochland von Bolivien für den seltenen Rotohr-Papagei gesichert. Nur noch knapp 1.000 Tiere leben in freier Wildbahn.

Papageien am Fuße der Anden

Der vom Aussterben bedrohte Rotohr-Papagei (Ara rubrogenys) lebt in den Trockentälern Boliviens auf einer Höhe von 1.000 bis zu 2.700 Metern über den Meeresspiegel.

Diese mittelgroße Papageien-Art ist dabei in seiner Verbreitung auf die Einzugsbereiche von nur vier Flussläufen beschränkt und damit auf eine Gesamtfläche, die gerade mal halb so groß ist wie das Bundesland Hessen.

Im Tal von Cochabamba am Mizque Fluss brüten die farbenfrohen Papageien in hoch aufragenden Felsen.

Der natürliche Lebensraum ist stark geschädigt

Der natürliche Lebensraum der Rotohr-Papageien sind saisonale Trockenwälder der Anden mit einem hohen Anteil an Akazien, Säulenkakteen und anderen Dornenbüschen. Doch diese Wälder sind aufgrund Jahrhunderte langer starker Übernutzung durch den Menschen stark geschädigt.

Kleinbauern fällten die Bäume und wandeln den Wald in landwirtschaftliche Nutzflächen um. Auch die Überweidung durch Ziegen und der Einschlag für die Herstellung von Holzkohle richteten große Schäden an.

Weniger als 1.000 Tiere in freier Wildbahn

Die natürlichen Nahrungsressourcen des Rotohr-Papageis, wie zum Beispiel die bohnenartigen Früchte des Soto-Baumes (Schinopsis haenkeana), sind durch die menschlichen Eingriffe selten geworden. Nur ein Teil der erwachsenen Rotohr-Papageien brütet daher, weil nicht genug Nahrung für die Jungtiere vorhanden ist.

Zählungen haben ergeben, dass pro Jahr etwa 150 bis 200 Brutpaare ihre Jungen großziehen. Die Gesamtpopulation wird mittlerweile auf unter 1.000 Tiere geschätzt.

Wilddiebe fangen jedes Jahr etwa 100 Tiere

Eine weitere Gefahr sind die Wilddiebe, die jedes Jahr bis zu 100 Tiere fangen und diese auf den illegalen Tiermärkten Boliviens verkaufen. 100 Tiere – das entspricht 10 Prozent der Gesamtpopulation, jedes Jahr.

Zusammen mit der Asociación Armonia sicherte Naturefund 120.000 m² am Fuße der Brutfelsen am Mizque Fluss. Damit haben die Papageien einen geschützten Lebensraum.

Sotobäume und Honigbienen spielen eine wichtige Rolle

Zusammen mit der Asociación Armonia pflanzten wir auf der Fläche Sotobäume, die eine wichtige Nahrungsquellen für die Tiere sind.

Parallel dazu unterstützte Naturefund ein Projekt zur Honigproduktion, damit auch die Menschen einen Vorteil vom Schutzgebiet haben. Dort wo mehr Bäume stehen, gibt es mehr Blüten und die Bienen können mehr Honig produzieren.

Besonderheit

Nur noch wenige Rotohr-Papageien leben in freier Wildbahn. Das Schutzgebiet bietet den Tieren Lebensraum und neue Nahrungsquellen für die Aufzucht der Jungtiere. Mehr als 20 andere endemische Arten profitieren ebenfalls vom Schutzgebiet.

 

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