Größte Schlange Europas vom Aussterben bedroht

Äskulapnatter
Äskulapnatter
Foto: Wildlifely

Die Äskulapnatter findet nahe Wiesbaden einen ihrer letzten Lebensräume in Deutschland. Doch die moderne Landwirtschaft und der Straßenverkehr bedrohen das Überleben dieser seltenen Schlange. 196 Menschen unterstützten Naturefund, um 3.000 m2 zu kaufen und in Biotop für die Äskulapnatter zu verwandeln.

Vorkommen nur an drei Standorten in Deutschland

Die Äskulapnatter ist die größte Schlange Europas. Sie wird zwischen 1,20 m und 1,50 m lang und sie jagt hauptsächlich Mäuse. Für den Menschen ist sie völlig ungefährlich. Mit ihrer sehr schuppigen Haut kann sie elegant Bäume hochklettern, selbst solche mit glatter Rinde.

Im Mittelmeerländer und Kleinasien ist sie häufiger anzutreffen, doch in Deutschland ist sie extrem selten. Hier kommt die Äskulapnatter nur an drei Standorten vor: An den Donauhängen bei Passau, in Südhessen am Neckarufer und in einigen Tälern vom südlichen Odenwald sowie rund um Wiesbaden, Schlangenbad und dem Rheingau, wo ihr nördlichstes Verbreitungsgebiet überhaupt ist. Diese drei Populationen liegen stark isoliert und es besteht kein Austausch zwischen ihnen.

Äskulapnatter besiedelt großes Spektrum an Lebensräumen

Die Natter besiedelt ein großes Spektrum an Lebensräumen. Rund um Wiesbaden findet man sie vor allem an Trockenhängen, in und am Rande von lichten Laubwäldern, in Bachtälern und auf Streuobstwiesen. Der Lebensraum dieser völlig ungefährlichen Schlange ist jedoch durch den massiven Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und durch Siedlungserweiterungen immer weiter am Verschwinden. Zudem werden jedes Jahr zahlreiche Tiere durch den Straßenverkehr oder Mäharbeiten getötet. Daher ist die Äskulapnatter in Deutschland in der Roten Liste der Tiere als "stark gefährdet" eingestuft.

Der Name Äskulapnatter ist an den des griechischen Heilgottes Asklepios angelehnt, der sogar Tote wieder zum Leben erwecken haben sollte. Er stützte sich bereits in den ältesten mythologischen Darstellungen auf den berühmten Äskulapstab, einen Stab, um dem sich eine Schlange wickelt - die Äskulapnatter. Dieses Symbol ist bis heute auf der ganzen Welt das Wahrzeichen der Ärzte und Apotheker.

Geschützter Lebensraum in einem Tal

Naturefund hat in einem Tal bei Wiesbaden-Frauenstein gemeinsam mit dem Naturschutzhaus Wiesbaden ein Grundstück von 649 m² gekauft und als Lebensraum für die Nattern gestaltet. Dieses Tal besteht mit seiner reich strukturierten Landschaft aus einem Mosaik von verschiedenen Biotopen, die der Schlange Deckung, offene Plätze zum Sonnenbaden, ein ausreichendes Nahrungsangebot, Eiablageplätze und frostfreie Räume für die Überwinterung bieten. Es ist ein idealer Lebensraum für die Äskulapnatter. 

Zusätzlich zu den 649 m² wurden weitere 760 m² Naturefund als Biotop für die Schlange gestalten. Ein ebenfalls angrenzendes Grundstück von 1.753 m² von der Stadt Wiesbaden wird ebenfalls von Naturefund und dem Naturschutzhaus betreut. Unser Ziel ist, die biologische Vielfalt in diesem Gebiet zu erhalten und der bedrohten Äskulapnatter die Chance zu geben, sich in einem geschützten Umfeld ungestört zu vermehren.

Diese rund 3.000 m² haben wir als Schutzgebiet für die Schlange eingerichtet. Dafür wurde ein erster Eiablageplatz mit deuchter Gärwärme aufgebaut und zwei geschütze Lichtungen mit Sonnenplätzen für die Schlangen geschaffen. Weitere Eiiablageplätze und geschützte Orte zum Sonnenbaden werden in den kommenden Jahren aufgebaut und anschließend vom Naturschutzhaus Wiesbaden und Naturefund betreut.

Naturefund will langfristig weitere Grundstücke in dem Tal kaufen oder pachten, um sie artgerecht für die Schlangen herzurichten und zu schützen.

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Internationale Auszeichnungen

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Wirtschaftsprüfer und Finanzamt bestätigen integre Arbeit

Erfolgreiche Prüfung von Naturefund durch Wirtschaftsprüfer: Der Verein setzt die Spenden sachgerecht für Naturschutzprojekte ein. Der Eigenanteil  bei Projektspenden liegt bei 20% und darunter.

Äskulapnatter retten in Hessen

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Natur schützen

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