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Unser Projekt auf Madagaskar

Waldstreifen in AnkaFobe
Foto: Naturefund

Viele verbinden mit Madagaskar wahrscheinlich die Vorstellung eines dichten, grünen Dschungels mit jeder Menge bunter Farben. Doch dies entspricht leider immer weniger der Realität, denn aufgrund von Brandrodung und Abholzung sind nur noch kleine Teile des früher weit verbreiteten Regenwaldes vorhanden.

Madagaskar und seine Regenwälder

Madagaskar zählt zu einer der "älteren Inseln" der Erdgeschichte, was bedeutet, dass die Insel bereits seit circa 90 Millionen Jahren vom afrikanischen und indischen Festland getrennt ist. Sie verfügt dadurch über eine besondere Artenvielfalt und Biodiversität. Bevor die ersten Siedler die Insel bewohnten, waren bis zu 90 Prozent des Landes, also knapp 53 Millionen Hektar, bewaldet. Von dieser Bewaldung sind heute nur noch etwa zehn Prozent erhalten. 

Madagassen 

Die Bewohner Madagaskars zählen zu den ärmsten Menschen der Welt, denn der Großteil der Bevölkerung lebt in extremer Armut und ist unterernährt. Während die durchschnittliche Lebensdauer in Deutschland um die 81 Jahre beträgt, beträgt sie auf Madagaskar nur 65. Gründe dafür gibt es reichlich: Zum einen kann die geringe durchschnittliche Lebensdauer auf das schnelle Wachstum der Bevölkerung, wie auch Misswirtschaft und schlechte Regierungsführung zurückgeführt werden, die Madagaskar wirtschaftlich ruiniert haben. Zum anderen gibt es kaum Zugang zu sauberem Trinkwasser, denn diesen bekommen die Menschen oft nur, wenn sie medizinische Versorgung benötigen. Ein Großteil der Madagassen arbeitet zudem in der Landwirtschaft, wo oftmals nur ein geringes Einkommen erwirtschaftet werden kann. 

Brandrodung und Abholzung als Ausweg

Um dem rasanten Bevölkerungswachstum und der damit einhergehenden Nahrungsnachfrage Herr zu werden, werden die Regenwälder Madagaskars oftmals abgeholzt und brandgerodet. Dies schafft fruchtbare landwirtschaftliche Nutzflächen, welche sonst aufgrund des Anbaus in Monokultur und einer fehlenden Bodenbearbeitung oftmals rar sind. Einen weiteren Vorteil den die Madagassen aus der Brandrodung ziehen, ist die Nutzung der dabei entstehenden Asche als Dünger. Hierfür werden zunächst Bäume und Pflanzen gerodet und eine gewisse Zeit zum Trocknen liegen gelassen. Danach werden diese angezündet, um nach dem Brennvorgang die Asche in den Boden einarbeiten zu können. Um nur bestimmte Flächen abbrennen zu lassen, wird der Brandrodungsprozess zwar meist überwacht, eine Begrenzung des Feuers gelingt aber nicht immer. Nicht selten springt das Feuer so auch auf noch intakten Regenwald über.

Ziele des Projektes

Um den langfristigen Erfolg unseres Aufforstungsprojektes sicher zu stellen, geht es in unserem Projekt nicht nur um die Pflanzung von Bäumen, sondern auch um die Unterstützung der Landwirte vor Ort. Mithilfe der Anbaumethode Dynamischer Agroforst soll den Landwirten eine landwirtschaftliche Perspektive fernab von Brandrodung und Abholzung aufgezeigt werden, bei der neben der Steigerung des Ertrags und der zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel außerdem eine Lebensweise im Einklang mit der Natur aufgezeigt werden kann.

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