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Das Braune Langohr - ein bedrohter Bewohner von Streuobstwiesen

Wissenswertes über das Braune Langohr
Foto: Naturefund

Streuobstwiesen sind für Fledermäuse immens wichtige Lebensräume. Sie bieten insbesondere in den Sommermonaten ein attraktives Nahrungsangebot an Insekten und aufgrund des Baumbestandes einen idealen Jagdlebensraum. Eine der Fledermausarten, die ebenfalls auf Streuobstwiesen vorkommt, ist das in Deutschland bedrohte Braune Langohr.

Die großen Ohren sind namensgebend

Auf den ersten Blick fallen beim namensgebenden Braunen Langohr die großen Ohren auf. Diese sind mit etwa 4 Zentimetern beinahe so lang wie der Körper selbst mit 5 bis 6 Zentimetern. Zu sehen bekommt man die Ohren allerdings nur kurz vor Beginn des Fluges und im Flug selbst - erst dann werden sie aufgestellt. Während der Schlafphase am Tag sowie im Winterschlaf werden die Ohren hingegen unter die Flügel geklappt.

Luftakrobaten

Die großen Ohren sind den Braunen Langohren insbesondere während ihrer nächtlichen Beutezüge behilflich. Denn mit diesen können sie während des Fluges noch die leisesten Echos ihrer Ultraschallrufe sowie raschelnde Geräusche ihrer Beute wahrnehmen. Die wendigen Jäger erbeuten vor allem Falter, Raupen und Spinnen, die sie dank ihres guten Gehörs direkt von Blättern, Baumstämmen oder dem Boden aufsammeln. Dabei kommt ihnen auch zugute, dass sie Beute im Rüttelflug ergreifen können. Heißt: Die Fledermäuse können während der Jagd rüttelnd an einem Punkt in der Luft still stehen und ihre Beute ergreifen. Zwar bewohnen die Langohrfledermäuse während des Sommers überwiegend Baumhöhlen in Wäldern, doch naturnah gestaltete Gärten, Streuobstwiesen sowie Grünflächen mit Obstbäumen und einer Vielzahl blühender Stauden sorgen für ein vielfältiges Insektenangebot, von dem die Fledermäuse bei der Jagd profitieren.

Gefährdet in seinem Bestand

Das Braune Langohr gilt laut Bundesamt für Naturschutz und der Roten Liste Deutschlands als "gefährdet" in seinem Bestand. Der Hauptgefährdungsfaktor für das Braune Langohr ist vor allem der Einschlag von Bäumen und damit einhergehend der Verlust des Sommerlebensraums. Auch die Verringerung des Insektenvorkommens in den Jagdgebieten beispielsweise durch den Verlust extensiv genutzter Streuobstwiesen oder die Reduktion von Hecken und Säumen setzten den Langohren zu. Die Isolation von Kolonien durch die Zerschneidung von Lebensräumen sowie die Verschlechterung der Lebensräume aufgrund der Abholzung von stehendem Alt- oder Totholz führen ebenfalls zu einem rückläufigen Bestand. Zudem sind die Fledermäuse auch durch den Einsatz von Giften wie Pestiziden oder Insektiziden betroffen.

Geholfen werden kann der Art beispielsweise, indem Obstbaumgürtel und Streuobstwiesen um die Wochenstuben des Braunen Langohrs als Jagdgebiete erhalten bleiben. Zudem kann eine Erhöhung des Quartierangebots in Wäldern durch eine Förderung von Alt- und Totholz sowie eine Sicherung alter Mischwald- und Laubbaumbestände zum Schutz der Fledermäuse beitragen.

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