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DAF Parzellen

Mann steht neben Kakaopflanze
Kakaopflanze auf einer der DAF-Parzellen
Foto: Naturefund

Die Anbaumethode Dynamischer Agroforst: Eine wichtige Säule unseres Aufforstungsprojektes in Ankafobe.

Madagaskar -  eines der ärmsten Länder der Welt

Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt: rund 75 Prozent der Bevölkerung leben dort derzeit unter der Armutsgrenze. Die Wirtschaft Madagaskars beruht vor allem auf der Landwirtschaft, sind doch über 80 Prozent der arbeitenden Bevölkerung in dieser beschäftigt. Die Armut der vielen Landwirte und der daraus resultierenden Überlebenskampf zwingt die Einheimischen dazu, den Regenwald und die natürlichen Ressourcen zu schädigen. Zudem wird auf Madagaskar mit Brennholz oder Kohle gekocht. Strom als Energiealternative ist keine Option, da er nicht nur sehr teuer ist, sondern auch regelmäßig ausfällt. Aus diesen Rahmenbedingungen ergibt sich eine hohe Abholzungsrate der Baumbestände. Die Verbesserung des Einkommens der Madagassen ist daher einer der notwendigen Schritte zum dauerhaften Schutz des Waldes auf Madagaskar. 

Einkommenssicherung durch den Dynamischen Agroforst

Doch wie kann die Einkommenssicherung der madagassischen Bevölkerung gelingen? Um den Landwirten ein Einkommen zu ermöglichen und gleichzeitig das Ökosystem Regenwald zu schützen, ist eine Säule unseres Aufforstungsprojektes der Dynamische Agroforst. Hierbei handelt es sich um eine Anbaumethode bei der einjährige Kulturen wie Gemüse zusammen mit mehrjährigen hochpreisigen Nutzarten wie Vanille, Gewürznelke, Kakao, Kaffee und mit einheimischen Obst- und Holzbaumarten gepflanzt werden. Der Dynamische Agroforst stellt damit Lebensmittel für die Selbstversorgung sowie Brennmaterialien zum Kochen bereit und sorgt für ein höheres Einkommen der Bauern durch sogenannte Cash-Crop-Kulturen wie beispielsweise der Vanille.

Parzellen

In Ankafobe gibt es derzeit 30 landwirtschaftliche DAF-Parzellen, welche wir mit unserem Aufforstungsprojekt aufgebaut haben. Dort wurden bisher circa 2.700 Obstbaumsetzlinge gepflanzt, wobei auf jeder Parzelle mindestens 10 Obstbaumarten vorkommen. Somit findet man auf den Parzellen nicht nur eine Variation von Äpfeln, Jackfruit, Kaffee oder Avocado, sondern auch Pflanzenarten wie Süßkartoffel, Maniok, Bohnen, Reis oder Erdnuss. Letztere dienen nicht nur dem Verkauf, sondern können auch zur Selbstversorgung genutzt werden. Auch einheimische bedrohte und seltene Baumarten wie beispielsweise Rosenholz oder Palisander werden in den DAF-Parzellen gepflanzt, befinden sich die Parzellen doch neben noch vorhandenen Waldfragmente und sollen so zur Wiederaufforstung des Regenwaldes beitragen. Insgesamt wurden auf jeder der Parzellen circa 100 Setzlinge ausgebracht, wobei die Größe der 30 dynamischen Agroforst-Parzellen zwischen 1386 m² und 1561 m² pro Parzelle variiert - also knapp ein Siebtel eines Fußballfeldes einnimmt.

Man merkt: Die Parzellen sind mit teilweise mehr als 100 Pflanzen sehr dicht bepflanzt. Immens wichtig ist daher der Strauch- und Baumschnitt, damit alle Pflanzen genügend Licht und Luft zum Wachsen haben. Das durch den Schnitt anfallende Holz kann als Feuerholz genutzt oder zu Kohle transformiert werden. Auch können schnellwachsende Holzbäume für Brennholz zum Kochen auf der Parzelle angepflanzt werden. Zudem werden die Erntereste auf den Parzellen rund um die Pflanzen ausgelegt, um die Verdunstung zu begrenzen, den Boden feucht zu halten sowie Nährstoffe bereit zu stellen. Die Artenvielfalt sorgt für ein natürliches Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen, so dass keine Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden müssen. 

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