Aufforstung in Costa Rica

Küste vom Corcovado Nationalpark
Küste vom Corcovado Nationalpark
Foto: Naturefund

Die Tieflandregenwälder Costa Ricas sind durch Weide- und Plantagen-wirtschaft, Wilderei und Holzeinschlag bedroht. Naturefund schützt mit der Stiftung der Universität Costa Rica eine Fläche von 60 ha und will somit eine grüne Klimabrücke zwischen zwei Naturschutzgebieten schaffen.

Grüne Klimabrücke in Costa Rica

Naturefund will in Kooperation mit der Beuth Hochschule für Technik Berlin im Süden Costa Ricas den Aufbau einer Regenwaldbrücke fördern, der zwei weltweit bedeutende Nationalparks miteinander verbinden soll.

Costa Rica ist eine der stabilsten Demokratien Lateinamerikas. Bereits 1950 wurde das Militär abgeschafft und das Geld anstelle für Waffen für den Aufbau des Gesundheitswesens und für Bildung eingesetzt. 1970 kam ein weiterer weltweit einzigartiger Schritt hinzu: Mehr als ¼ des Landes wurde zum Naturschutzgebiet erklärt. Trotz dieser vielen positiven Zahlen gibt es auch Schattenseiten. Der Handel mit Drogen hat stark zugenommen, so dass Costa Rica heute zunehmend Geld statt in Gesundheit und Bildung in den Aufbau der Polizei stecken muss. Das kleine Land exportiert außerdem Kaffee, Bananen, Ananas und Zuckerrohr, die häufig noch mit sehr viel Pestiziden produziert werden. Ebenso werden für die Rinderhaltung große Waldflächen gerodet und tropische Edelhölzer illegal eingeschlagen. Mittlerweile hat Costa Rica eine der höchsten Abholzungsraten der Welt. 

Im Süden von Costa Rica liegt auf der Osa-Halbinsel der Corcovado-Nationalpark. Er schützt auf 42.469 ha einen der letzten Tieflandregenwälder der Welt und bietet Lebensraum für zahlreiche seltene Arten wie Jaguar, Tapir und Harpyie. National Geographic beschreibt diesen Nationalpark als einen Ort mit der höchsten biologischen Intensität der Welt. Nur 80 km und etwa 2 Stunden Autofahrt entfernt beginnt der Amistad Nationalpark. Er ist der größte Nationalpark Costa Ricas und reicht mit seinen 570.000 ha bis nach Panama. In diesem Schutzgebiet befinden sich Berge, Nebelwälder und tropischer Regenwald, die seltene Arten wie dem Großen Ameisenfresser, dem Quetzalvogel oder einen der berühmten Giftfrösche Lebensraum bieten. 

Zwischen diesen beiden Nationalparks auf einer Distanz von 80 km befinden sich noch viele Waldreste, von denen zahlreiche miteinander verbunden sind oder nicht weit auseinanderliegen. Eine grüne Klimabrücke zwischen der pazifischen Küste und dem Hochland kann so den Austausch der Arten entscheidend fördern. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen der Universität Cost Rica (UCR) und ihrem Nebenstandort in Golfito erkannten schon vor Jahrzehnten, wie wichtig solch eine Verbindung zwischen beiden Nationalparks ist, und gründeten die Fundacíon Universidad de Golfito (FUdG). Nahe dem Corcovado-Nationalpark pachtete die FUdG vor 10 Jahren 225 ha Regenwald und baute eine Forschungsstation auf, die von vielen internationalen Forschern und Forscherinnen für ihre Recherchearbeiten genutzt wird.

Aufforsten mit Hilfe von Fledermäusen

Naturefund förderte 2016 ein Forschungsprojekt der FUdG, bei dem untersucht wurde, ob in dieser Region abgeholzte Flächen, die viele Jahre lang als Weide benutzt wurden, mit Hilfe von Fledermäusen wiederaufgeforstet werden können. Gut 90 % der Fledermäuse in Costa Rica fressen Früchte und verteilen die Samen so auf natürliche Weise. Das Ergebnis des Forschungsprojektes war jedoch ernüchternd. Der Boden in vielen offen gelassenen Weiden hat nicht mehr genug Mykorrhiza, ein für Pflanzen wichtiges Bakterien-Pilzgeflecht im Boden, um die Samen von Waldbäumen keimen zu lassen. Doch seitdem der Kontakt zwischen Naturefund und der FUdG entstand, teilen wir den Traum, eine grüne Klimabrücke zwischen den beiden Nationalparks aufzubauen. 

In einem ersten und großen Schritt wollen wir 100.000 Bäume pflanzen oder alte Urwaldriesen schützen. Dabei wollen wir verbleibende Regenwaldreste kaufen und für die Zukunft bewahren. Ebenso wollen wir offen gelassene und nicht genutzte Weiden mit der neuen Aufforstungsmethode Dynamischer Agroforst wieder aufforsten und so die Waldreste miteinander verbinden. Helfen Sie uns bei diesem großen Traum und pflanzen Sie dort für 6 € einen Baum.
 

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