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Das Jahr 2017 auf der Insel Kirr

Foto:Pixabay

Die Insel Kirr in der Ostsee ist ein einzigartiger Rückzugsort für seltene Küstenvögel. 2017 war ein Auf und Ab für die gefiederten Bewohner. Nun ziehen sie in ihre verdiente Winterpause.

 

Wasser ist Segen und Fluch 


Frühjahrs- und Sommerzeit sind Brutzeit für die Küstenvögel der Ostseeinsel. Ein Hochwasser im zu dieser Zeit ist selten, aber auch normal. Jedoch ist es schicksalhaft für die Brutvögel auf den Flächen. Kaum hatten im April 2017 die Watvögel, Enten und Möwen ihre Nester gebaut und begonnen Gelege zu bebrüten, da sorgte ein Hochwasser am 05.05. für ein Landunter auf fast 90 % der Fläche. Damit waren nahezu alle Erstgelege verloren. Den Verlust der ersten Brut zu diesem Zeitpunkt können viele Vogelarten durch Nachgelege ersetzen.


Allerdings blieb es dieses Jahr nicht bei dem einen Hochwasser während der Sommerrmonate. Ende Juni kam ein zweites Hochwasser. Dieses war verhängnisvoll für die späten Möwenbruten. In ihren Kolonien kam es wieder zu einem Totalverlust an Jungvögeln. 


Das Jahr 2017 hat somit wechselhaftes Sommerwetter neu definiert. Während es im Jahr 2016 zu wenig Niederschlag auf der Insel Kirr gab und wegen Trockenheit womöglich einige Vogelbruten nicht erfolgreich waren, gab es im Jahr 2017 zu viel Wasser auf der Kirr zur falschen Zeit. Es bleibt zu hoffen, dass die Witterung im nächsten Jahr wieder etwas günstiger für die Küstenvogelinsel verläuft. 

 

Fortschritte dank Naturefund 


Von zentraler Bedeutung für das Nationalparkamt Vorpommern ist der Ankauf von Grundstücken auf der Insel, um das Gebiet und dessen Pflege dauerhaft für den Naturschutz zu sichern. Im Jahr 2017 kaufte Naturefund weitere 10.663 m² auf der Ostseeinsel. Über die gesamte Projektzeit mit Naturefund konnten insgesamt rund 11 ha Land dauerhaft gesichert werden. Ein toller Erfolg! 


Eine weitere große Unterstützung durch Naturefund erhielt der Nationalpark für den Kauf einen Kanus, eines Fernglases und eines neuen Spektivs zur besseren Betreuung des Gebietes. Um die Natur und unzulässige Störung zu erfassen war dies dringend erforderlich. Nun können die Ranger die etwa 370 ha Inselfläche lautlos durchqueren und die Artenvielfalt auf der Boddeninsel schützen.

 

Ab in den Süden 


Was für ein aufregendes Jahr 2017! Jetzt haben es sich die gefiederten Inselbewohner aber mehr als verdient ihre Winterpause anzutreten. Um ihre lange Wanderung zu bestehen müssen sich die Zugvögel rechtzeitig auf die Strecke vorbereiten. Dies beginnt schon am Anfang eines Vogellebens. Bis zu Beginn der Zugperiode im Herbst müssen die Jungen flügge und zugbereit sein. Außerdem müssen sich die Vögel übermäßig Nahrung aufnehmen, damit sie genug Energie für die lange Reise haben. Umso wichtiger ihren Lebensraum zu bewahren, damit sie weiterhin genug Nahrungsquellen finden.


Je näher der Zug rückt, desto unruhiger werden die Vögel und sie beginnen sich in Schwärmen zu sammeln. Die Vorpommersche Boddenlandschaft ist ein Durchzugsgebiet für ziehende Möwen, Seeschwalben und auch für den majestätischen Grauen Kranich. Die Vogelschwärme sind auf der Insel Kirr besonders schön zu beobachten. Besonders der Kranichzug ist eines der spektakulärsten Schauspiele, wenn tausende der Tiere lautstark trompetend abheben und sich auf ihren Weg in wärmere Gefilde machen. 


Erst im Frühjahr, wenn es wieder warm genug ist, werden die Vögel zurückkehren und ein neues Jahr auf dem Inselparadies Kirr in der Ostsee beginnt. 

 

Nationalparkamt Vorpommern

 

 

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Insel Kirrin Mecklenburg-Vorpommern

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