Blühende Wiesen in Wiesbaden

Gelbwürfeliger Dickkopffalter
Gelbwürfeliger Dickkopffalter
Foto: Naturefund

Schmetterlinge, Hummeln, Käfer und Bienen – in Wiesbaden, Naurod und Rambach wird es wieder summen. Auf verschiedenen Flächen mit insgesamt 43.867 m² entstehen blühende Paradiese für die Vielfalt der Insekten.

Äcker und Wiesen für die Natur

Dank zahlreicher Spenden von 308 Paten und Patinnen und den Klimapartnern allen voran Syracom konnte Naturefund 17.308 m² kaufen und für die Natur sichern. Dank der größzügigen Förderung seitens der Deutschen Postcode Lotterie kamen weitere Flächen hinzu, so das Naturefund insgesamt volle 43.867 m² im Wiesbadener Naurod und in Wiesbaden Rambach dauerhaft für die Natur erhalten kann. Bei den Flächen handelt es sich um Streuobstwiesen, Äcker und eine Feuchtwiese, die wir jetzt Schritt für Schritt in artgerechte Lebensräume vor allem für Insekten umwandeln wollen. Die Ackerflächen werden dabei in enger Abstimmung mit einem Landwirt nachhaltig bewirtschaftet.

Wir werden Obstbäume und kleine Hecken anlegen, heimischen Wildblumen aussähen, Trockenmauern aufbauen und so eine Landschaft mit vielen Blüten schaffen, die eine  ideale Bienenweide und ein wertvolles Habitat für seltene Schmetterlinge, Wildbienen & Co. darstellen.

Insekten finden keine Nahrung mehr

Hintergrund: Im Norden von Wiesbaden, an den Ausläufern des Taunus, gibt es viel Wälder und Felder aber wenig Blüten. Monotone Felder mit Getreide, Raps oder Mais wechseln sich mit dichten Wäldern ab.

Nur wenige Wochen im Jahr blüht es in dieser Region. Den Rest des Jahres finden Wildbienen, Schmetterlinge und viele andere Insekten keine Nahrung. Die Blüten verschwinden und mit ihnen die Insekten und die Vögel, die von ihnen leben. Die Landschaft wird immer artenärmer.

Das können wir nun dank zahlreicher Spenden in kleinen Schritten auf 43.867 m² ändern. Ein herzliches Dankeschön an alle, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben!

Graslandschaften binden viel CO2

Noch ein guter Grund für den Erhalt und die Schaffung von blühenden Wiesen - sie speichern große Mengen an Kohlenstoff (CO2).

Die Ökosysteme der Erde speichern sehr viel CO2. Die meisten Menschen denken dabei, dass unsere Bäume und Wälder den größten Teil der Treibhausgase aufnehmen. Der Bodenatlas 2015 hat deshalb eine genaue Auflistung erstellt, die zeigt, welche Ökosysteme wie viel CO2 aufnehmen können. Graslandschaften weltweit speichern dabei deutlich mehr, als alle Wälder Erde.

Die Kohlenstoffbindung in Graslandschaften bezieht sich auf überirdische und unterirdische Biomasse, wobei die hauptsächliche Kohlenstoffbindung im Boden erfolgt. Durch die vielfältigen und zahlreichen Verwurzelungen können diese Ökosysteme 15,8 kg CO2 pro m² aufnehmen. Wälder nehmen im Schnitt 11,7 kg CO2 pro m² auf. Nur Moore übertreffen mit 105,97 kg CO2 pro m² alle Ökosysteme deutlich.

Zu unseren aktuellen Naturschutzprojekten

Internationale Auszeichnungen

Naturefund wurde mit dem Energy Globe Award und der UN Dekade für biologische Vielfalt geehrt. Alle Auszeichnungen

Transparente Zivilgesellschaft

Naturefund folgt der freiwilligen Selbstverpflichtung der Initiative Transparente Zivilgesellschaft (ITZ) und veröffentlicht wichtige Zahlen und Daten zur gemeinnützigen Arbeit und dem Umgang mit Fördermitteln. Alle Informationen finden Sie auf unserer Seite Transparenz.

Wirtschaftsprüfer und Finanzamt bestätigen integre Arbeit

Erfolgreiche Prüfung von Naturefund durch Wirtschaftsprüfer: Der Verein setzt die Spenden sachgerecht für Naturschutzprojekte ein. Der Eigenanteil  bei Projektspenden liegt bei 20% und darunter.

Blühende Wiesenin Hessen

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