Die letzten Bastpalmen in Malawi retten

Blick auf einen Waldrest
Blick auf einen Waldrest
Foto: Ralf Schaab

Im Süden von Malawi gibt es noch kleine Reste von Regenwald mit einer sehr seltenen Bastpalme. Doch überall wird abgeholzt und die Wüsten breiten sich aus. Naturefund will jetzt in einem Tal wieder aufforsten. Helfen Sie uns und pflanzen Sie für nur 6 € einen Baum!

Malawi verliert seinen Wald

Malawi ist eines der ärmsten Länder der Welt und hat zugleich mit 3% eine der höchsten Entwaldungsraten. Das kleine Land ist akut von Wüstenbildung und dem kompletten Verlust der heimischen Natur bedroht. Mit dem Wald verschwindet die einzigartige Artenvielfalt Malawis - und das für immer. Auch die Menschen spüren die Konsequenzen, wenn der Wald verschwindet. Immer öfter sind sie von Dürren in der Trockenzeit und Überschwemmungen in der Regenzeit betroffen.

Im Nantipwili-Flusstal südlich der Stadt Blantyre gibt es noch kleine Waldrestbestände. Sogar die äußerst seltene Bastpalme (Raphia farnifera) kommt hier noch vor. Auch zahlreiche seltene und meist bedrohte Tierarten haben hier einen letzten Zufluchtsort gefunden.

Monokultur und Mangel

Jedes Jahr wird der kleine Waldrest im Nantipwili-Flusstal weniger, denn die Menschen brauchen Holz und schlagen die letzten Bäume ab. In der Landwirtschaft wird hauptäschlich Mais in Monokultur angebaut. Dabei grenzen die Mais-Felder oft direkt an den Wald und dieser wird jedes Jahr ein Stück weiter zurück gedrängt.

Doch wenn die tiefwurzelnden Bäume fehlen spült der Regen einen Teil der Ackerkrume fort und die kargen Erträge werden noch geringer. In ihrer Not setzen die Menschen dann viel chemischen Dünger ein. Es ist ein Teufelskreis. Das gesamte natürliche System ist im Ungleichgewicht, die Pflanzen werden häufiger krank, so dass immer öfter auch Pestizide zum Einsatz kommen.

Rettung der bedrohten Bastpalme und seltener Arten

Naturefund hat daher 2017 ein Pilotprojekt im Nantipwili-Flusstal gestartet. Gemeinsam mit dem lokalen Partnern Renew’N’Able Malawi und ecoLODGy haben wir 20 Familien rund um das Nantipwili-Flusstal dabei unterstützt, die Anbaumethode Dynamischen Agroforst einzusetzen. Mit dieser Methode pflanzen sie eine Vielzahl von Bäumen, während sie gleichzeitig auf derselben Fläche ihre Nahrungsmitteln anbauen - ohne Dünger, ohne Pestizide und mit hohem Ertrag.

Im September 2017 fand das ersteTraining statt. Noemi Stadler-Kaulich, eine der Expertinnen in dieser Anbaumethode kam für eine Woche aus Bolivien ins Nantipwili-Flusstal gereist und zeigte den Menschen, wie sie mit den Prinzipien des Dynamischen Agroforsts ein gesundes Pflanzensystem aufbauen und die Bodenfruchtbarkeit stärken können. Schon nach wenigen Monaten wurde sichtbar, wie gut dieser Ansatz auch in Malawi funktioniert: Die Pflanzen wuchsen kräftig und waren gesund, die Familien hatten einen guten Ertrag, während gleichzeitig die gepflanzen Bäume und Büsche, die Bodenkrume "festhielten".

Zweite Projektphase startet 2018 in fünf Dörfern

Aufgrund dieses Erfolges stieg die Neugier in den umliegenden Dörfern und immer mehr waren interessiert die Methode ebenfalls zu erlernen. Daher starteten wir im September 2018 die zweite Phase. Diesmal wählten wir fünf Dörfer aus, die rund um das Nantipwili-Flusstal und deren Flusszuläufe liegen. Die Dörfer Khombaniwa, Machemba und Bernard grenzen direkt an das Nantipwili-Flusstal. Khombaniwa befindet sich zudem in unmittelbare Nähe zum Dorf Sumbuleta, wo die Mehrheit der ersten Gruppe aus 2017 lebt. Die anderen beiden Dörfer sind Chiwaya und William, die beide an einem Nebenfluss liegen.

Der Andrang war sogar so groß, dass unsere Kapazitäten nicht ausreichten und wir gemeinsam mit den Dorfvorstehern bestimmen mussten, wer an der Schulung teilnehmen sollte. Aus jedem Dorf sollten vier Personen ausgewählt werden, deren Feld in der Nähe des Flusses liegt und die Lernbereitschaft und Innovationsgeist zeigten. Außerdem sollten sie die Fähigkeit besitzen, die Prinzipien des Dynamischen Agroforsts den anderen Dorfbewohnern zu vermitteln. Die Wahl fiel uns nicht leicht, doch am Ende entstand eine lebendige Gruppe mit einem Anteil von 75% Frauen und 25% Männern.

Die Deutsche Umwelthilfe und der Hand-in-Hand-Fonds unterstützten bereits das erste Pilotprojekt 2017 und sind auch diesmal mit einer großzügigen Spende dabei. Auch viele Paten und Patinnen machen mit.

Helfen Sie uns auch, die Natur im Tal der Bastpalmen zu retten. Pflanzen Sie dort für nur 6 € einen Baum!
 

 

  Bäume pflanzen

Das Projekt wird unterstützt vom Hand in Hand-Fonds von Rapunzel Naturkost und der Deutschen Umwelthilfe. mehr

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