· Naturefund

Was wäre, wenn ... unsere Träume für die Zukunft

Streuobstaktion mit freiwilligen Helferinnen
Foto: Naturefund

Wie wünschen Sie sich die Zukunft? In dieser besonderen Zeit des Innehaltens, lädt Naturefund Sie ein, Ideen, Wünsche und Visionen für einen lebenswerte Zukunft zu entwickeln und zu teilen.

Ein lebenswerte Zukunft

Was wäre, wenn das Jahr 2020 ganz normal begonnen hätte? Wenn es die üblichen Grippeviren gäbe oder Viren, die einer Grippe sehr ähnlich sind? Wie wäre es, wenn nach einem ersten, kurzen Schrecken sich die Gesellschaften weltweit wieder öffnen und entspannen? Wenn die großen und kleinen Unternehmen wieder öffnen und anfangen arbeiten? Wenn die Kinder wieder zur Schule gehen und die Menschen, nach einem Moment des Innehalten raus in die Frühlingssonne?

Wie wäre es, wenn die Bundesregierung ein Paket von 600 Mrd. € schnürt, das aber gar nicht mehr oder nur noch zum Teil benötigt wird? Was für Ideen würden in Ihnen entstehen, wenn eben diese Regierung die Bürgerinnen und Bürger fragt, wofür diese ungefähr 600 Mrd. € am besten eingesetzt werden sollen?

Ihre Wünsche, Ideen und Visionen für die Welt von morgen

Was würden Sie sich wünschen? Was ist in Ihren Augen wesentlich für eine lebenswerte Zukunft?

Naturefund lädt Sie ein, Ihre Ideen, Träume und Visionen für eine lebenswerte Zukunft mit uns zu teilen. Jeden Tag wollen wir einen Beitrag (so etwa 5-10 Sätze) hier veröffentlichen. Bitte schicken Sie uns Ihre Vorschläge für eine lebenswerte Zukunft an zukunft(at)naturefund.de.

Vielfältige Ideen:

Martina:

Was würde ich mit 600 Milliarden Euro machen?

Ich würde uns allen auf der Welt direkt ein Grundeinkommen geben um uns die Gelegenheit zu eröffnen mehr Zeit und Energie ins Innehalten und gemeinsame Kommunikation zu geben. Zeit für „Runde Tische“ zu allen wesentlichen Themen des Menschseins und der Findung von tragfähigen und nachhaltigen Lebensentwürfen für jeden von uns und für unsere Gemeinschaften im Kleinen wie im Großen.
Die Chance für Alle wieder mehr ins eigene Fühlen und die eigene Sinnfindung zu kommen. Das sollte auch von kompetenten, reifen Menschen initiiert und begleitet werden und die ganzen Ergebnisse der ganzen Welt über das Word Wide Web zur Verfügung stehen.

Meine Vision dabei ist, dass viel Potential an Kreativität frei würde und wir alle daran Spaß und Freude gewinnen unsere Gegenwart und Zukunft mehr gestalten zu können und zu wollen.

Gemeinsam.
 

Rebecca:
600 Mrd. € ist unglaublich viel Geld und es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, um das Geld sinnvoll zu verwenden. Wir müssen uns bewusst werden das wir Handeln müssen, denn es gibt keinen zweiten Planeten auf den wir fliehen können. Also in meiner Wunschwelt würde ich ein Teil des Geldes dazu verwenden um den Menschen in Afrika und anderen Teilen der Welt zu helfen. Die Menschen vor Ort haben oft kein frisches Wasser und keine Sanitäranlagen, sondern müssen bis zu mehreren Kilometern jeden Tag laufen um an frisches Wasser zu kommen. Dort würde ich jedem einen privaten Zugang zu Wasser ermöglichen, so wie wir es schon lange kennen. Ein weiterer Teil des Geldes würde den Kohleausstieg bis 2022 ermöglichen, man könnte so Umschulungen und erneuerbare Energien fördern sowie Abfindungen zahlen. In den Parks und Städten würden Gärten entstehen in denen verschiedene Kräuter angebaut werden. Hier entstehen neue Arbeitsplätze und die Menschen werden darüber informiert welche wichtigen Nährstoffe in den Kräutern enthalten sind, wie viel sie essen sollten und es besteht dir Möglichkeit Kräuter umsonst mitnehmen. Zuletzt würde ich die Massentierhaltung stoppen. Man müsste offensichtlich machen wie die Tiere dort gehalten werden, was für Auswirkungen dies auf den Menschen hat und was man für Vorteile hat, wenn weniger Fleisch gegessen wird und dieses dann in Bioqualität ist. Es gibt viele Stellen an denen man etwas tun könnte und ich habe nur einen Bruchteil davon ausgemalt wie es sein könnte, aber jeder noch so kleine Schritt in die richtige Richtung kann helfen.

Heike:
Das grüne Paradies schützen - Meine Wünsche, Ideen und Visionen für die Welt von morgen:
Ich wünsche mir eine Welt, in der wir die Natur als Schutz, als Partner, als besten Freund verstehen. In der wir die einfachen Dinge, wie eine Schmetterlingswanderung vor der eigenen Tür, wieder als Quelle des Glücks verstehen. Mit 600 Milliarden würde ich:

  • Menschen und Umwelt in Lateinamerika, Afrika und Asien mit Nachhaltigkeitsprogrammen unterstützen
  • Die Abkehr von Massentierhaltung und Förderung von Artenschutzprogrammen finanzieren
  • Die ökologische Landwirtschaft unterstützen sowie die Rückkehr zu bewährten Anbaumethoden, wie dem dynamischen Agroforst: mehr Erträge, feuchtere Böden auch in Hitzeperioden
  • Ein 5-jähriges Hilfsprogramm für Kommunen und Freiwillige aufsetzen, damit sie kostenlos Wasser zapfen können für Gießaktionen für die darbende Natur in den Städten und Wäldern, auch entlang der Autobahnen
  • Naturschutz/Ökologie stärker in Entscheidungsgremien verankern: landes-, bundes- und weltweit; z.B. zusätzlich zu Naturwissenschaften im deutschen Ethikrat
  • Auslobung eines Preises zur Förderung einer sachlichen, wissenschaftsbasierten Berichterstattung und Beratung, für mehr „grünen Journalismus“ und „Slow Media“
  • Mehr Förderung nachhaltiger Ideen: Bauen, Wohnen, Kleidung, Tourismus, Erhöhen der Preisgelder, z.B. für den deutschen Nachhaltigkeitspreis
  • Einrichten von Klimawandel-Laboren/Ausstellungen, in denen simuliert wird, wie wir uns fühlen werden, wenn die Sonne brennt und kein Wald mehr da ist, in den wir gehen können
  • Großflächige Werbung und einen internationalen Action-Film drehen, von der Schöpfung bis in die Zukunft, der zeigt, wie es den Protagonisten gelingt, die Umwelt (und uns selbst) in allerletzter Minute zu retten und den Klimawandel zu stoppen. Aus irgendeinem Grund sind es nicht die Regierungen, denen das gelingt

Sina:  
Was ich mit 600Mrd. € machen würde...  Die ersten 100 Mrd. € würde ich dafür nutzen, die Massentierhaltung zu beenden, sodass die Tiere wieder raus auf die Wiesen und Weiden kommen und nicht auf engstem Raum gehalten werden. Die nächsten 100 Mrd.€ würde ich dafür nutzen, erneuerbare Energien zu fördern, z. B. wäre die Einführung von Solaranlagen auf allen öffentlichen Gebäuden ein großer Schritt in die richtige Richtung. Mit den nächsten 200 Mrd. € würde ich soziale Projekte in not bedürftigen Ländern fördern, Schulen bauen, um auch den dort lebenden Kindern die Chance auf Bildung zu ermöglichen. Mit den letzten 100 Mrd. € würde ich mich für die Erhöhung des Lohnes der Menschen, die in sozialen Berufen, wie z.B. Krankenschwestern, Erzieher, Pfleger...usw. tätig sind, einsetzen.

Claudia:  
Zu viel Geld in einem einzigen System kann kontraproduktiv sein, daher schlage ich vor, das Geld auf mehrere Sektoren zu verteilen. Innerhalb der Sektoren sollte das Geld nach im Wettbewerb nach dem Prinzip der besten Ideen vergeben werden.

1. An erster Stelle steht die Förderung von Bildung und Projekten an Kindergärten und Schulen

  • Förderung des Unterrichts durch Mittel für Projekte, Lehrer/Erzieher u.a.
  • Regionales und biologisch angebautes Essen
  • Sanierung veralteter Gebäude

2. Werbekampagne für den Klimaschutz

  • Außenwerbung und Internetwerbung in der Größenordnung wie Zigaretten oder große Modehäuser werben

3. Förderung von öffentlichem Verkehr

  • Bahn umsonst für Schüler, Studierende, Azubis, alle die in Bildung arbeiten (als Maßnahme, Erzieherberufe interessant zu machen), alle, die im Klimaschutz arbeiten, ggf. weitere („systemrelevante“) Berufsgruppen
  • Wettbewerbliche ÖPNV Förderung für Städte, Ziel: mindestens 100 deutsche Städte mit kostenlosem ÖPNV nach 1,5 Jahren

4. Förderung von Radverkehr

  • Massiver Ausbau von Radinfrastruktur in mindestens 100 Städten, Ziel: 80 Prozent der stark befahrenen Straßen mit breiten Radwegen ausstatten und Verzehnfachung der Radabstellplätze in zwei Jahren
  • Und schließlich ein Wettbewerb „Der freundliche Radladen“

Klara:
Was ich mit 600 Mdr. € machen würde... Als Erstes würde ich 100 Mrd.  € dafür nutzen, den Welthunger zu beenden. Dafür müsste man auch weltweit in die Familienpolitik investieren, damit die Menschheit nicht rasant wächst. Zweitens würde ich Geld in nachhaltige ökologische  Projekte investieren, wie z. B. Solar, Wind, Wasser, Wasserstoff-Technologie usw. Drittens würde ich die Lobbyarbeit bei Politikern stärker kontrollieren, sodass ab sofort mindestens 200 Mrd. € pro Jahr nicht mehr in Rüstung, sondern in soziale Projekte investiert wird. Als Letztes würde ich statt Globalisierung eher die Regionalisierung und Saisonalisierung von Produkten und Artikeln in gewisser Weise gesetzlich beschränken oder fördern.     

Katja:
Eine lebenswerte Zukunft – ich stelle mir vor, dass von den 600 Mrd. € noch 550 € übrig wären. Dann würde ich mit den ersten 100 Mrd. € ein Humusprojekt in der Landwirtschaft starten. Gemeinsam mit Bauernfamilien und Wissenschaftler*innen würde ich überlegen, wie es gelingen kann, ab jetzt jedes Jahr 0,1 % mehr Humus im Boden aufzubauen. Das ist ein Klima- und Naturschutzprojekt in einem. Weitere 100 Mrd. € würde ich dafür nutzen, Kühe, Schweine, Geflügel wieder auf die Weide zu bringen. Wie kann das gelingen, damit es sich für die Bauernfamilien lohnt? Die nächsten 100 Mrd. € würde ich dafür nutzen, Dynamische Agroforstsysteme in der Landwirtschaft, in Städten, auf öffentlichen Plätzen einzusetzen und artenreiche Pflanzensysteme aufzubauen, die gesunde Nahrung liefern und zugleich Lebensraum für die Artenvielfalt bieten. Immer noch 350 Mrd. €, damit würde ich Flächen an Flüssen kaufen und sie in Auwälder verwandeln, die dann ganzjährig von Rindern, Wisenten uvm. beweidet werden. Ich würde (ehemalige) Moorflächen kaufen und sie wieder in ein Moor verwandeln oder so bewirtschaften, dass sie wieder Kohlenstoff speichern, statt ihn zu emittieren. Ich würde Wälder und Naturräume kaufen und der Natur mehr Raum geben. Und - ich würde eine Meeresschutzstiftung gründen und Meeresschutzgebiete einrichten. 

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