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Aufforstung im Regenwald

Zum Schutz vor Ameisen stehen die Baumsetzlinge auf Stelzen.<br>Foto: Asociación Patuca

Regenwälder, die noch vor weniger als einem Jahrhundert mehr als ein Zehntel der Landfläche der Erde bedeckten, sind inzwischen auf die Hälfte zusammengeschrumpft. Aufforstungsprojekte im Nationalpark Patuca sollen jetzt helfen, die bedrohten Reste des Regenwalds zu erhalten.

Ein Viertel der Schweiz

Der Patuca Nationalpark liegt im Süden von Honduras, wo er sich über eine Fläche von 3.776 km2 erstreckt. Er ist einer der jüngsten Nationalparks von Honduras. Zusammen mit dem Tawanka Reservat und der Rio Platano Biosphäre umfasst er den größten tropischen Regenwald Zentralamerikas, der sich von Nordhonduras bis nach Nicaragua erstreckt und eine Fläche von 12.000 km2 bedeckt; seine Größe entspricht einem Viertel der Schweiz.

Wo es noch vor zwanzig Jahren einen üppigen Wald zu bestaunen gab, ist heute vielfach nur noch braches Grasland übrig geblieben, welches zumeist für die Viehwirtschaft genutzt wird. Um eine Kuh zu versorgen, braucht es mindestens ein Hektar Grasland. 

Mit dem steigenden Fleischkonsum fällt immer mehr Wald der Viehwirtschaft zum Opfer. Dabei wird nicht nur rund um den Nationalpark abgeholzt, sondern auch im eigentlich geschützten Nationalpark geht mehr und mehr Regenwald verloren.

Wichtiger Lebensraum

Der Nationalpark Patuca ist Lebensraum für 174 Vogelarten, 37 Reptilien, 50 Medizinalpflanzen, 35 Fischarten und 66 Säugetierarten. Mit seinem reichen geografischen Relief von Bergen, Flusstälern und Tiefland bietet der Nationalpark Lebensraum für zahlreiche Arten. 

In den 80er Jahren siedelte die Regierung Kleinbauernfamilien im Regenwald an, um das Land für den Menschen nutzbar zu machen. Doch 15 Jahre später wurde anders entschieden und der Regenwald Patuca zum Nationalpark erklärt.

Die Kleinbauernfamilien blieben im Nationalpark und holzten weiterhin den Wald ab, um ihr Überleben zu sichern. Ist der Boden ausgelaugt und lässt sich kein Mais mehr auf dem Land anbauen, wird es als Weideland an die großen Viehfarmen verpachtet.

Damit der verbleibende Regenwald langfristig geschützt werden kann, müssen daher dringend Einkommensalternativen für die im Park lebenden Menschen geschaffen werden. 

Landwirtschaft mit Bäumen

Mit dem Ziel den Kleinbauern eine ökonomische Alternative zu bieten, hat Naturefund gemeinsam mit der Asociación Patuca seit 2007 in 35 Dörfern im Park Baumschulen aufgebaut.

In den ersten Jahren wurden vor allem Baumsetzlinge zur Nahrungsergänzung, wie Fruchtbäume, Kaffee- und Kakaobäume für den Verkauf und auch Bäume für die spätere Holzgewinnung gepflanzt, um den Druck auf den noch bestehenden Regenwald zu minimieren. Damit wurde die Umstellung von einer Landwirtschaft mit Vieh und Mais auf eine Landwirtschaft mit Bäumen gefördert.

Eine Landwirtschaft mit Bäumen, auch "sistema agroforestal" genannt, schützt vor Erosion, hält das Wasser im Boden und bietet neben einer Einkommensquelle für die Kleinbauernfamilien auch Lebensraum für zahlreiche Arten. Zudem wird dieser landwirtschaftlich genutzte Baumgürtel zur Pufferzone für den noch bestehenden Regenwald. 

Aufforstung abgeholzter Flächen

Im Herbst 2010 haben Naturefund und die Asociación Patuca damit begonnen, gemeinsam mit den Menschen im Park in vielen Gesprächen ein Konzept zu entwickeln, auf welche Weise die abgeholzten Flächen am effektivsten wieder aufgeforstet werden können.

Es ist ein langwieriger und mühseliger Prozess, vor allem auch, weil es keine gesicherten Straßen, kein Telefon geschweige denn Internet gibt. Doch ohne die Zusammenarbeit mit den Menschen im Nationalpark Patuca, ohne ihre Begeisterung, ihre Ideen und ihr Engagement, wird der Regenwald im Nationalpark Patuca kaum zu schützen sein.

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