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Die kleinsten Primaten der Welt

Baby eines Mausmakis sitzt auf einem Ast
Jungtier Mausmaki
Foto: Naturefund

Kleiner Körper, große Augen, weiches Fell: Mausmakis sind die kleinsten Primaten der Welt - und auch in unserem Aufforstungsprojekt in Ankafobe vorzufinden.

Lemuren - die Wahrzeichen Madagaskars

Heute sind etwa 100 Lemurenarten bekannt, die ausschließlich auf Madagaskar und kleineren Inseln in der Nähe vorkommen. Wie auch bei anderen Säugetieren hängt die Aktivitätszeit der Lemuren grob mit der Körpergröße zusammen: Während die kleineren Arten ausschließlich nachtaktiv sind, sind die größeren Arten meist tagsüber unterwegs. Ihren Namen erhielten die Primaten von dem schwedischen Forscher Carl von Linné im Jahr 1758, der in den Lemuren Ähnlichkeiten mit Totengeistern sah - lateinisch für Lemur. Passend bedenkt man, dass einige der Madagassen davon überzeugt sind, dass in Lemuren die Geister ihrer Vorfahren weiterleben.

Nützliche Eigenschaften bei widrigen äußeren Umständen

Eine der Lemurenarten, die auch im Hochlandregenwald von Ankafobe vorkommt, sind die Mausmakis. Mit einer Kopf-Rumpflänge von neun bis fünfzehn Zentimeter sind sie die kleinsten Primaten der Welt und mit einem Gewicht zwischen 30 und 100 Gramm zudem echte Fliegengewichte. Neben der geringen Größe sind äußerlich außerdem die großen Augen und Ohren auffällig, welche die Orientierung in der Dunkelheit ermöglichen, denn die Mausmakis sind nachtaktiv. Tagsüber schlafen sie in selbst gebauten runden Blätternestern oder Baumhöhlen. Während die Weibchen dabei Gruppen von zwei bis neun Tieren bilden, sind die Männchen meist einzeln unterwegs.

Mausmakis verfügen zudem über eine weitere überaus nützliche Eigenschaft: Bei schlechten Umweltbedingungen, wie beispielsweise geringer Nahrungs- oder Wasserverfügbarkeit sowie bei Kälte fallen die Makis in einen kurzzeitigen sogenannten Torpor, einen Starrezustand, oder in einen längeren Winterschlaf, der bis zu zwei Wochen andauern kann. Beim Torpor werden die Stoffwechselaktivitäten auf ein Minimum reduziert und die Körpertemperatur wird abgesenkt, sodass wenig Energie verbraucht wird. Durch dieses Verhalten kann ein kurzzeitiger Nahrungs- und Wassermangel überstanden werden. Vor dem länger andauernden Winterschlaf fressen sich die Mausmakis zudem einen Fettvorrat in ihrem Schwanz an. Während des Winters von Mai bis August verbrauchen sie dann das in den Schwänzen angereicherte Körperfett.

Mausmakis und andere Arten schützen

Heute sind laut IUCN über 90 Prozent der Lemuren-Arten auf Madagaskar in ihrer Existenz gefährdet. Damit gehören die Lemuren zu der Gruppe der am meisten gefährdeten Tiere weltweit. Auch die Mausmakis gelten laut der Roten Liste der IUCN derzeit als gefährdet, wobei auch hier eine weiterhin abnehmende Populationsentwicklung zu verzeichnen ist. Die Zerstörung des natürlichen Lebensraums und die damit einhergehende Isolation der Populationen wird als Hauptgrund für die rückläufige Anzahl der Lemuren ausgemacht. Doch auch die Jagd auf die nachtaktiven Tiere stellt eine Bedrohung für diese dar.

Um den Bestand der Mausmakis und vieler weitere Arten aufrecht zu erhalten, ist es also wichtig, deren Lebensräume zu schützen und die Abholzung der Urwälder zu vermeiden. Ein wichtiger Ansatzpunkt ist dabei die Bekämpfung der Armut, weshalb unser Aufforstungsprojekt die Schaffung alternativer, nachhaltiger Nahrungs- und Einkommensquellen mittels der Anbaumethode Dynamischer Agroforst vorsieht, während gleichzeitig der Wald wieder aufgeforstet wird. 

Helfen Sie uns dabei! Für 6€ pflanzen Sie einen Baum im Regenwald von Ankafobe.

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