Einen Dynamischen Agroforst anlegen

Wir bereiten Parzellen auf unserem Pilotacker in Wiesbaden Erbenheim nach der Methode des Dynamischen Agroforsts vor. Dabei gibt es einige Dinge zu beachten.

Gute Planung ist im Dynamischen Agroforst Grundvoraussetzung.

Die Parzellen umfassen eine Fläche von 25 Quadratmetern und sollten von vorneherein richtig angelegt werden. So gilt es etwa, den Boden nicht umzugraben, sondern lediglich aufzulockern, denn das Umgraben würde große Mengen CO2 freisetzen.

Alle Arbeiten an der Parzelle werden von Hand ausgeführt.

Um sich in der Parzelle bewegen zu können, ohne die angebauten Pflanzen zu beschädigen, wurden von zwei Seiten aus ein Graben durch deren Mitte gezogen. Dieser wurde anschließend mit Hackschnitzeln und Pflanzenkohle gefüllt. Dadurch werden die einzelnen Elemente der Parzelle strukturiert. Zudem wird im Füllmaterial Wasser gespeichert, welches zu trockenen Zeiten an den Boden abgegeben wird. So muss das Feld nicht andauernd bewässert werden.

Graben gefüllt mit Pflanzenkohle.

In der Ecke der Parzelle haben wir einen Thymian gepflanzt – ein mehrjähriges Gewächs, das den meist einjährigen Anbaupflanzen dauerhafte Unterstützung im Wurzelsystem bietet.

Er ist nicht nur gut für das Wurzelsystem und die Küche - auch die Bienen freuen sich über den Thymian.

Wenn das Feld wächst und gedeiht, wird dessen Boden fast vollständig von seinem Bewuchs bedeckt sein. Um diesen Umstand zu simulieren und dem Boden eine hohe Feuchtigkeit zu ermöglichen, haben wir den Boden mit Heu bedeckt. Andere Varianten biologischen Schnittguts wären ebenso möglich.

Das Abdecken des Ackers wird nicht mehr nötig sein, wenn das Feld bewachsen ist.

Die fertige Parzelle reguliert und schützt sich weitgehend selbst – ganz wie in der Natur.

So weit ist das neue Naturefund-Feld noch nicht - zu sehen ist hier eine bewachsene Parzelle aus einem früheren Versuch.
Menschen arbeiten auf einer Dynamischen Agroforst Parzelle

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