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Warum gerade jetzt eine Ernährungswende wichtig ist!

Eine Ernährungswende ist nicht nur für unsere Gesundheit wichtig, sondern betrifft die ganze Umwelt - darunter Natur, Boden, Pflanzen, Tiere und den Menschen. 

Wende hin zu einer pflanzlichen Ernährung

Derzeit werden rund 80 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche für den Anbau von Futtermittel für Tiere verwendet, obwohl die globale Kalorienzufuhr durch tierische Produkten gerade einmal 18 % beträgt. Eine Ernährungswende von tierischer hin zu pflanzlicher Nahrungsproduktion könnte laut Policy Brief für Ernährungssicherheit daher dem weltweiten Hunger entgegenwirken. Beispielsweise hätte man zusätzliche 30 Millionen Quadratkilometer Anbaufläche, wenn sich die gesamte Menschheit vegan ernähren würde - dies entspricht etwa der Größe des afrikanischen Kontinents. Durch eine Umstellung zu einer pflanzlich basierten Ernährung könnte zudem auch in unsicheren Zeiten Nahrungssicherheit gewährleisten werden. 

Ein weiterer negativer Aspekt ist der Anbau von Futtermitteln für die Massentierhaltung. Futtermittel werden häufig in Monokultur angebaut und laugen damit die Nährstoffe im Boden einseitig aus. Durch den häufig jahrelangen Anbau der gleichen Pflanze auf ein und derselben Flächen bildet sich nach und nach weniger Humus. Der Boden verliert an Fruchtbarkeit. Zusätzlich werden die selben Pflanzen weit weg voneinander angebaut sodass eine Lücke entsteht und dadurch, anfälliger für Erosionen sind. Das hat die Folge, dass wir immer weniger fruchtbare landwirtschaftliche Nutzfläche zur Verfügung haben, die wir aber für den Nahrungsmittelanbau dringend bräuchten. 

Um landwirtschaftliche Nutzfläche nachhaltiger nutzen zu können, gibt es verschiedene und vielfältige Methoden. Eine umwelt- und ressourcenschonendere Anbaumethode wäre zum Beispiel der Dynamische Agroforst (=DAF), der von Naturefund in zahlreichen Naturschutzprojekten eingesetzt wird.

Warum ist eine Ernährungswende wichtig? 

Eine Ernährungswende ist wichtig, um auch in Zukunft Nahrungssicherheit und eine Preisstabilität der Nahrungsmittel zu gewährleisten. Durch das Umdenken von einem monokulturellen Anbau zu einer nachhaltigeren Alternative, wie zum Beispiel dem dynamischen Agroforst, sind die Böden länger nutzbar und fruchtbarer. Durch einen pflanzlich geprägten Anbau resultiert ein größerer Nutzen des Ackerbaus und weltweit können mehr Menschen versorgt werden. Durch eine pflanzenbasierte Ernährung wird zudem der allgemeine Gesundheitszustand der Menschen verbessert, da weniger schlechte Fette und Zucker zu sich genommen wird. 

Maßnahmen für eine Ernährungswende- nach dem Policy Brief für Ernährungssicherheit

  1. Förderung von Landwirten und Landwirtinnen beim Ausbau ihrer Anbauten, durch regionale öffentliche Kantinen (Umstellung auf eine Außer-Haus Verpflegung)
  2. Entlastungspakete und Lenkungssteuern für Verbraucherinnen und Verbraucher
  3. Kompetenzerweiterung des wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik, Ernährung und gesundheitlichen Verbraucherschutz und eine Zukunftskommission für Ernährung und Landwirtschaft einführen. 
  4. Verminderung des Konsums tierischer Lebensmittel pro Kopf und Steigerung des Konsums pflanzlicher Lebensmittel.
  5. Ausbau und Diversifizierung pflanzlichen Anbau in Deutschland
  6. Nutztierzahlen senken.

Quellen:

Hier klicken für den Policy Bericht

Hier klicken Was wäre, wenn sich die ganze Welt vegan ernähren würde

Hier klicken Landwirtschaftlicher Bericht - Gefahren der Böden

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