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Neue Wälder für Monchique

In Portugal brannten im letzten Sommer in der Region um Monchique 26.000 Hektar Wald nieder. Katja Wiese besuchte letzte Woche eine Nachbarschaftsinitiative, die den Wald mit einheimischen Gehölzen wiederaufforsten will.

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Monchique ist eine Kleinstadt in einer Bergregion im Süden  Portugals, nahe der Küste und etwa eine Stunde mit dem Auto von Faro entfernt. In der Region herrscht ein einzigartiges Klima, die Quellen des umliegenden Gebirges speisen nahezu alle Stauseen der Algarve.

Feuer in Monchique

Der letzte Sommer war auch in Portugal sehr trocken und im August 2018 brach dann ein Feuer aus. Da in dieser abgelegenen Region niemand wohnte, wurde das Feuer erst sehr spät entdeckt. Normalerweise kommen die einheimischen Feuerbrigaden gut mit kleinen Feuern zurecht, doch als sie den dichten Rauch entdeckten, war das Feuer schon sehr groß. Als die alarmierte nationale Feuerwehr dann endlich anrückte, war das Feuer schon wieder größer und weiter gewandert. Die nationalen Feuerwehrleute kannten sich zudem in den Bergen nicht aus und das Feuer wurde immer größer. Zuerst wanderte es in Richtung Albufeira und Portimão in Richtung Küste. Nach drei Tagen – das Feuer war fast gelöscht – drehte der Wind und trieb es wieder Richtung Monchique; 26.000 Hektar Wald wurden vernichtet und 41 Menschen verletzt. Das Feuer verbrannte auch die Region, in der  Mirka und ihr Mann Carlos leben. Sie retteten den Waldrand um ihr Haus herum, indem sie einen Tag lang alles wässerten, während das Feuer heranzog.

Zurück blieb eine Mondlandschaft. Heute, fast ein Jahr später, ist vieles wieder grün und die Natur erholt sich langsam. Mirka und Carlos pflanzen viele neue Baumsetzlinge und werden dabei von Naturefund und EURid unterstützt, die verbrannten Hänge wiederaufzuforsten.

Korkeiche vs. Monchique-Eiche

Das Feuer fand in den Wäldern sehr viel Nahrung. Früher gab es in Monchique dichte Wälder aus einheimischen Bäumen. Dann wurde die Korkeiche eingeführt, später der Eukalyptus. Beide Baumarten ziehen das Feuer an. Die Korkeiche verliert zum Beispiel erst im April ihre Blätter. Dann liegt eine dicke Schicht trockenes Laub rund um den Baum, ideal um zu brennen. Die dicke Korkschicht wiederum schützt den Baum vor der Hitze des Feuers. So kann die Art regelmäßige Waldbrände überleben und sich gegenüber anderen Arten durchsetzen.

Anders die Monchique-Eiche: sie verliert ihre Blätter erst im Herbst. Das Laub wird dann über den Winter zersetzt und eine feuchte Mulchschicht umgibt den Baum, wenn es im Frühjahr und Sommer heiß wird. Wälder der Monchique-Eiche haben den Bränden wenig entgegenzusetzen, fördern das Feuer aber auch nicht, wie etwa die Korkeiche.

EURid und Naturefund

Ein Zusammenschluss von Nachbarn rund um Mirka und Carlos hat beschlossen, etwa 15 Hektar gemeinsam wieder aufzuforsten und mit einheimischen Gehölzen „feuerfester“ zu machen. EURid, Verwalter der .eu Domain, spendet für dieses Projekt. Gemeinsam mit 6 Familien wollen EURid und Naturefund die Natur und den natürlichen Wald wiederherstellen.

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